5th-WWW-Challenge 2018 Ergebnisse1. Martin Munz 6:282. Christoph Kovac 7:413. Roli Noichl 7:52DNS Brigitte KuglerDNF Peter DellemannDNF Willi Hofer5th-WWW-Challenge 2018

 Samstag 03.11.2018 | Brenner – Innsbruck | 09.00 Uhr

Auffahrt zum Trinser Steig | © Peter Dellemann

Die Online-Anmeldung der digitalen Welt ist noch geduldiger als Papier.

Brigitte Kugler, vormals Hofer, die letzte Hoffnung eine Frau am Start der WWW-Challenge zu finden, muss leider krankheitsbedingt auch dieses Jahr absagen. Bis zum nächsten Jahr wird sie bestimmt wieder fit und darf sich noch EINMAL anmelden.

Peter Dellemann und Martin Munz, die verlässlichsten Teilnehmer der WWW-Challenge sind bereits zum dritten Mal am Start. Nicht ganz überraschend, weil sie ihr Interesse bereits gepostet hatten, sind die beiden Chef-«Gamsler» Roland Noichl und Christoph Kovac im überschaubaren Starterfeld zu finden. Ich, außerhalb der Konkurrenz, habe mich als Pacemaker für einen neuen Streckenrekord vorgeschlagen, bei dem auch Martin dabei sein möchte – er gibt aber zu bedenken, dass es sehr schwer werden wird.

Drei Enduro-Bikes, ein Race-Fully und ein E-Bike befördert die S-Bahn – die einzige Aufstiegshilfe an diesem Tag – von Innsbruck zum Brenner an den Start. Zum Glück, werden die Bikes vor dem Start den Fahrern nicht zugelost, denn jeder passt seine Ausstattung, das betrifft hauptsächlich Gepäck und Bike-Setup, seinem individuellen Ziel entsprechend an. Während Peter auf seinem E-Bike mit minimaler Motorunterstützung (15%) und nur einem Akku versucht so weit wie möglich zu kommen und jedes kulinarische Angebot das ihm unterwegs geboten wird annimmt, wollen Roli und Christoph, auf ihren Enduro-Bikes, auf jeden Fall das Ziel entlang der Originalstrecke vor Einbruch der Dunkelheit erreichen. Martin und ich würden gerne die sechs Stunden Schallmauer brechen, das heißt spätestens um 14:59:59 in Innsbruck beim Gasthof Löwenhaus ankommen. Martin fährt wie immer mit seinem Scott Genius LT und ich nehme erstmals mein Race-Fully Scott Spark anstelle des bisher zum Einsatz gekommenen Scott Genius (All-Mountain Bike).

Das Unwetter in den letzten Tagen, starke Niederschläge südlich und orkanartige Winde auf beiden Seiten der Zentralalpen, haben auch im Wipptal zwischen Brenner und dem Stubaital ihr Spuren hinterlassen. Dank Martins Streckenrecherche in der Woche zuvor, umfahren wir den Abschnitt vom Waldraster Jöchl hinunter zur Ochsenalm, auf dem sehr viele umgestürzte Bäume liegen, um wertvolle Zeit zu sparen, die durch die Kletterei mit dem Bike über die Bäume verloren ginge. Alle Abfahrten bis nach Mutters sind sehr rutschig und wir müssen das Tempo bergab entsprechend anpassen. Roli muss auf der ersten Abfahrt von Padaun nach St. Jodok am Brenner einen Reifenschaden beheben und verliert sehr früh den Anschluss der Führungsgruppe. In Peters alternativer E-Bike Auffahrt nach Padaun liegen so viele umgestürzte Bäume, dass er die erste Etappe umfahren muss und erst in St. Jodok am Brenner wieder in die Originalstrecke einchecken kann. Im ständigen auf und ab zwischen St. Jodok am Brenner und Matrei am Brenner verliert Christoph den Anschluss zur Spitzengruppe mit Martin und mir. Bei der Auffahrt von Matrei am Brenner zum Trinser Steig begegnen wir Peter der uns bis zum Einstieg in den Trinser Steig begleitet. Auf der technisch anspruchs-vollen langen Schräghangfahrt des Trinser Steigs verliert er jedoch den Anschluss zu Martin und mir. Weil Peter mit minimaler Motorunterstützung fährt kann er uns bergauf, auf den letzten 300 Hm die auf Forstweg und Asphalt führen, bis nach Maria Waldrast nicht mehr einholen. Zudem verfährt er sich auf der Abfahrt zur Ochsenalm und landet zur Mittagszeit, in der Grauzone des Korridors der Originalstrecke, oberhalb der Nebelschicht auf der Sonnenterrasse des Gleinserhofs und lasst sich drei verschieden Arten von Knödeln servieren. Wer sein Ladegerät mitnimmt und mehrgängig konsumiert darf währenddessen bestimmt sein Bike aufladen. Ob dann das Erreichen des Ziels, vor Einbruch der Dunkelheit, mit mindestens 0,8 Promille möglich ist, hat noch niemand ausprobiert.

Wie viele Perlen hat die Bikerkrone? Jetzt fehlen bereits zwei!

Heute ist das zweite Mal in meinem Leben, dass ich bei einem Radrennen oder einer Challenge das Ziel nicht erreiche! Auf der Abfahrt unterhalb der Ochsenhütte, auf dem wurzeligen Quellenweg, schlitzt irgendetwas zeitgleich beide Mäntel meines Bikes auf. Der Schlitz vorne ist drei und hinten einen Zentimeter lang – das dichtet die beste Milch meiner Schlauchlosreifen nicht ab. Ab diesem Zeitpunkt, die Fahrzeit beträgt bisher 2h 45min, fährt Martin allein an der Spitz. In der Hoffnung, dass ich meine Reifenschäden schnell reparieren kann und ihn wieder einhole, fährt er bis nach Mutters etwas langsamer – was er, wie sich später herausstellen wird, besser nicht hätte machen sollen. Erschwerend zu meinen beiden Reifenschäden kommt noch dazu, dass mein einziger Reserveschlauch das falsche Ventil besitzt. Jetzt sind Mc Gyver Ideen gefragt, deshalb steche ich zum Einfädeln des Schlauchlosventils ein winziges Loch in den Schlauch mit dem falschen Ventil. Zu meiner Überraschung funktioniert die Montage problemlos und das Aufpumpen mit einer Gaspatrone ohne Luftverlust. Weiter geht es jetzt zu Fuß auf der Forststraße Richtung Gasthof Sonnstein mit nur noch einem Patschen. Meine Exit-Strategie sieht folgendermaßen aus: ich gehe bis nach Fulpmes und fahre von dort mit der Stubaitalbahn nach Hause. Noch bevor ich den Gasthof Sonnstein erreiche holt mich Christoph ein der mir seinen Schlauch leiht. Während ich die Panne am Hinterreifen behebe schließt auch Roli wieder auf und wir fahren zu dritt weiter bis zur Stephansbrücke. Leider verliert mein Vorderreifen entlang des Stollensteigs schon wieder Luft, deshalb verabschiede ich mich beim Gasthof Schupfen von Christoph und Roli und fahr auf der Brenner Bundesstraße so schnell wie möglich nach Hause. Ich bin natürlich enttäuscht das Ziel nicht erreicht zu haben, andererseits aber auch wieder froh, dass ich fahrend nachhause komme und mir so der lange Fußmarsch erspart bleibt.

Die letzte Nachricht von Martin kommt vom Höttinger Bild um 14.40 Uhr. Sein Bike, bei dem die Kettenstrebe bei der Auffahrt nach Maria Waldrast gebrochen ist hält zwar immer noch, aber eine Zeit unter sechs Stunden ist leider nicht mehr möglich. Den bisherigen Streckenrekord, den er vor zwei Jahren mit einer Zeit von 6h 19min selber aufgestellt hat, verfehlt er knapp um neun Minuten. Christoph und Roli fahren bis Gramartboden gemeinsam – erst dort verlieren sie sich aus den Augen aus unerfindlichen Gründen. Christoph erreicht als Zweiter das Ziel beim Gasthof Löwenhaus nach 7h und 41min. Elf Minuten dahinter auf Platz drei reiht sich Roli ein, in die Rangliste mit nur sehr wenigen Finishern die diese Strecke jemals absolviert haben – Chapeau.

Nächstes Jahr fällt die sechs Stunden Schallmauer bestimmt!

 

4th-WWW-Challenge 2017 Ergebnisse1. Gerhard Senfter 7:08 (16.38 Uhr)2. Paul Held (17.45 Uhr)Willi Hofer (Pacemaker bis zum Stangensteig) 6:52 (16.22 Uhr)DNF Benni Purner (Exit bei der Stephansbrücke)DNF Peter Dellemann (Exit bei der Stephansbrücke)DNS Irene SchachingerDNS Mathias KalsDNS Johannes HabelDNS Brigitte KuglerDNS Christoph Ladenauf4th-WWW-Challenge 2017

 Samstag 04.11.2017 | Brenner – Innsbruck | 09.30 Uhr

Stollensteig – Benni Purner | © Willi Hofer

Gibt es eigentlich Sportveranstaltungen an denen Frauen nicht teilnehmen dürfen? Ich glaub nicht, denn diese Ungerechtigkeit wurde bereits vor einigen Jahrzehnten beseitigt.

Aber – stünden so viele Männer am Start wie Frauen, egal bei welcher Sportart, gäbe es vermutlich keine Sportveranstaltungen für Jedermänner bzw. Jederfrauen, denn unabhängig von der Sportart beträgt der Frauenanteil bei Mixed-Veranstaltungen lediglich 10 Prozent. Bei zahlreichen Frauenveranstaltungen bei denen die Männer nicht teilnehmen dürfen, wie zum Beispiel beim Innsbrucker Frauenlauf stehen mindestens gleich viele Frauen am Start wie beim Innsbrucker Frühlingslauf oder Innsbrucker Stadtlauf – nämlich unglaubliche 3000 und mehr. Deshalb stand bei der WWW-Challenge noch nie eine Frau am Start, weil dazu bräuchte die Challenge mindestens zehn Teilnehmer für eine, rein rechnerische gesehen, ganze Frau. Und um das Ziel zu erreichen ist mindestens eine ganze Frau – unter den Männern gilt natürlich dasselbe – ein ganzer Mann erforderlich. Verletzungsbedingt fällt Irene Schachinger, die letzte Hoffnung der Challenge, im Ziel eine Frau zu sehen, leider aus. Erschwerend kommt natürlich hinzu, dass heute Brennermarkt ist und viele, darunter auch Frauen, doch lieber shoppen als Biken.

Vor dem Start gibt es wie immer im Cafe Anita einen echten italienischen Cappuccino mit Brioche. Der erste Biss mit geschlossen Augen in die warme Marmelade verschiebt das heutige Ziel in eine mit dem Bike unerreichbare Ferne. Augen wieder auf wir starten pünktlich um 09.30 Uhr. Benni und Gerhard müssen aufgrund von Reparaturarbeiten bei Bennis Bike, auf Cappuccino & Co verzichten und nehmen den nächsten Zug zum Brenner, der drei Minuten vor dem Start am Brenner einfährt. Schnell die Startnummern montieren und los geht es mit Südföhn Richtung Innsbruck. Das Vorhaben Padaun außerhalb des roten Pulsbereiches zu erreichen funktioniert auch dieses Jahr nicht. Drei kurze bissige Rampen sind leider fahrbar und verhindern einen entspannten Start der aufgrund der Streckenlänge sinnvoll wäre. Zum Glück zu kurz zum Jammern. Wer die Strecke kennt weiß das noch zahlreiche Leistungsspitzen hochrote Köpfe hinterlassen werden.

Kurz vor Matrei am Brenner, auf der Abfahrt von Tienzens zur Sill, verlieren wir Paul Held bevor der längste zusammenhängende Anstieg zur Maria-Waldrast beginnt. Der Trinser Steig und der Quellenweg unterbrechen auf einer horizontalen Schräghangfahrt unterhaltsam die insgesamt 700 Hm uphill. Nach wie vor zu viert erreichen wir den Brunnen mit heilversprechenden Wirkungen bei Maria Waldrast. Schnell die Flaschen auffüllen bevor die Touristen mit ihren Wasserkanistern den einzigen Brunnen in der Umgebung für mehrere Stunden blockieren. Paul ist nach wie vor außer Sichtweite und Benni leidet seit Beginn der Auffahrt an Knieproblemen und vermutet, dass er so nicht lange weiterfahren kann. Die längste Abfahrt des Tages, von der Waldrast über die Ochsenhütte zum Gasthof Sonnenstein, auf dem Quellenweg nach Mieders und von dort über den nie enden wollenden Stollensteig zur Stephansbrücke kann Benni leider nicht schmerzfrei genießen. Auf dieser langen Abfahrt verlieren wir Peter Dellemann, der wie Benni bei der Stephansbrücke aus der Challenge aussteigt. Sie fahren über die Brenner Bundesstraße zurück nach Innsbruck. Peter der zum zweiten Mal mit seinem E-Bike dabei ist hatte bei Maria Waldrast bereits 60 Prozent seiner Energieleistung verbraucht obwohl er nur mit minimaler Motorunterstützung (15%) fährt. Entlang dem Stollensteig bis zur Stephansbrücke verliert sein Akku vermutlich noch einmal 10 bis 20 Prozent seiner Leistung, nach einer Fahrzeit die nur knapp über der Hälft der Gesamtfahrzeit der Challenge liegt. Den restlichen Strom benötigt Peter für die Fahrt nachhause, deshalb ist er vermutlich ausgestiegen. Damit sind nur noch Gerhard und ich gemeinsam unterwegs, wo sich Paul gerade befindet weiß zu diesem Zeitpunkt niemand. Der Abschnitt von der Stephansbrücke bis nach Völs führt über den Herrensteig, Akademiker Steig, den Trail ins Nasse Tal und über den Blasiusberg-Trail. Danach ist die sprichwörtliche Flasche leer und das Kerschbuchhof-Kriterium verdient sich abermals seinen Namen. Zu diesem Zeitpunkt wäre ein Streckenrekord noch möglich gewesen. Gerhard muss aber bei der Auffahrt zum Kerschbuchhof und über den Stangensteig sein Tempo reduzieren und der Strecke Tribut zollen. Nach dem Gramartboden ist zum Schluss noch der unglaublich steile Anstieg zum Wolfele-Wilde-Weg zu bewältigen, bevor die finale Abfahrt über den Arzler-Alm-Trail die WWW-Challenger beim Gasthof Löwenhaus ausspuckt. Nach Schnitzel, Bier, der Siegerehrung um 17.30 Uhr, es ist bereits dunkel, erreicht für uns völlig überraschend Paul Held das Ziel und wird seinem Nachnamen mehr als gerecht – Congratulation, kaum zu glauben.

 

3rd-WWW-Challenge 2016

 3rd-WWW-Challenge 2016 Ergebnisse1. Martin Munz 6:19,572. Markus Emprechtinger3. Chrisoph Kovac4. Gerit M., Sebastian R., Peter D.Willi Hofer (Pacemaker) 6:19,57Samstag 22.10.2016 | Brenner – Innsbruck | 10.00 Uhr

Siegerehrung im Gasthof Löwenhaus, v.l. Christoph Kovac, Martin Munz, Markus Emprechtinger | © Willi Hofer

13.20 Uhr, Christoph, Abfahrt Quellenweg nach Mieders – „muss leider wo geben! – Krampf im Oberschenkel“ | 14.20 Uhr, Sebastian, Herrensteig – „leider war mir das Tempo zu scharf und nach dem Herrensteig habe ich nicht mehr weiter gewusst. Die Beine und die Moral waren auch nicht mehr die Besten. Nächstes Mal trete ich mit entsprechender Streckenkenntnis an und fahr mein Tempo“. | 14.55 Uhr, Markus, Völs – „Ich trink beim Mc Donalds was, komme nach, kenn den Weg“ | 14.58 Uhr, Gerit, Stollensteig – „Ich lass das Kerschbuchhofkriterium aus und quäl mich auf dem kürzeren Weg zur Arzler Alm, treffen uns dort“ | 16.02 Uhr, Peter, Völs – „Akku 4%, Kopf leer, Beine leer, dnf, aber Römer-Tag“ | 16.29 Uhr, Christoph, Stangensteig – „bin am Stangensteig, vielleicht schaff ich es noch“…

Die dritte Wipptaler-Wander-Weg Challenge verzeichnet bei traumhaften äußerlichen Bedingungen einen Teilnehmerrekord auch ohne den drei angemeldeten Ladies, die leider wenige Tage vorher erkrankten. Nach der komfortablen Anfahrt mit der S-Bahn von Innsbruck zum Brenner bleiben noch zwanzig Minuten Zeit für einen leckeren Cappuccino im Cafe Anita. Sobald der Minutenzeiger im Cafe Anita seine 360 Grad Drehung vollendet hat erfolgt der offizielle Start aus dem Barhocker des Cafes. Außer mir sitzen alle auf einem Enduro-Bike. Peter mit Motorunterstützung und nur einem Akku. Den zweiten Akku hat er in Völs in seinem Auto geparkt. Alle hydraulischen Systeme meines All-Mountain Bikes verhalten sich aufgrund der tiefen Temperaturen äußerst träge. Nach der ersten kurzen Abfahrt bleibt meine versenkbare Sattelstütze für fünf Minuten eingefahren – Hurra ist das nach lediglich zehn Minuten Fahrzeit bereits das Ende?!

Der Abschnitt von Brenner nach Padaun ist nicht zur Gänze fahrbar, ein zusätzlicher Fußmarsch von zehn Minuten ist zu bewältigen. Auf diesem Abschnitt verlieren wir Peter, der auf den schmalen zum Teil auch sehr steilen Steigabschnitten, mit seinem E-Bike deutlich langsamer vorankommt. Von St. Jodok bis nach Matrei am Brenner verlieren wir Sebastian und Martin die sich bei einer der zahlreichen Weggabelungen verfahren aber die richtige Richtung beibehalten. Bei der Auffahrt zum Trinser Steig sind wir abgesehen von Peter wieder vollständig. Mein Pacemakerziel, die Arzler Alm um 17.00 Uhr nach sieben Stunden Fahrzeit zu erreichen, ist zu diesem Zeitpunkt noch schwer kalkulierbar, deshalb gibt es wie geplant bis zur Maria Waldrast keine Pause. Auf der kalten Abfahrt vom Waldraster Jöchl – Markus fährt noch immer kurz-kurz – spürt er seinen Bremsfinger kaum noch und patzt bei jeder Spitztkehre. Als Christophs Oberschenkel am Quellenweg zum krampfen beginnt verlieren wir ihn leider. Am Stollensteig muss Gerit ebenfalls seinen Krämpfen Tribut zollen und pausieren. Sebastian fällt bei der extrem steilen Auffahrt nach Raitis zurück und muss uns ab dem Herrensteig in Natters ziehen lassen. Leider ist ihm die restliche Strecke nicht bekannt und gibt deshalb auf – er lag zu diesem Zeitpunkt an dritter Stelle. Auf der Abfahrt nach Völs wählt Markus die direktere Linie ins Tal und kann bei der Inntalquerung nach Kranebitten der Mc-Donalds Verlockung nicht wiederstehen – er kauft sich zur Stärkung eine Cola und einen Burger. Martin und ich wissen zu diesem Zeitpunkt nichts von seiner Pause und gehen davon aus dass er vor uns liegen müsste weil seine Routenwahl die schnellere ist. Deshalb gibt es für uns keine Pause und keine Temporeduzierung. Kranebitten erreichen wir vor 15.00 Uhr und damit ist klar, dass ich als Pacemaker nicht tauge weil ich mein Ziel deutlich unterschreiten werde. Das Kerschbuchhofkriterium macht seinem Namen wieder alle Ehre. Der Stangensteig ist aber staubtrocken und mit viel Kraft und Ehrgeiz fehlerfrei fahrbar. Jetzt wartet nur noch die Saurampe oberhalb vom Hungerburgspielplatz bergauf zum Einstieg in den Wolfele-Wilde-Weg. Im Kopf ist das Ziel bereits erreicht, die Motivation extrem hoch und die Dreifachkurbel verbietet ohnehin das Absteigen egal wie steil. Bei der Durchfahrt Arzler Alm die geile Stimmung der Arzler Alm Trail Eröffnung aufsaugen und anschließend in den AAT bergab nach Innsbruck ins Ziel zum Gasthof Löwenhaus einbiegen. Im Ziel zeigt die Uhr 16:19:57 Uhr das entspricht einer Brutto-Fahrzeit von 06:19,57 Stunden – AVS 13 km/h. Martin Munz gewinnt mit neuem Streckenrekord, vor Markus Emprechtinger und Christoph Kovac – der sich als letzter entlang der Originalstrecke ins Ziel kämpft – Chapeau meinerseits.

 

2nd-WWW-Challenge 2015

 2nd-WWW-Challenge 2015 Ergebnisse1. Martin Munz und Christoph PfeiferDNF Christian Scheiber29.08.2015 | Brenner – Innsbruck | 10.00 Uhr

Wipptaler Wanderweg – Christoph Pfeifer | © Willi Hofer

Die  WWW-Challenge registriert bei der zweiten Auflgage die ersten Finisher. Noch vor der Dämmerung erreichen Christoph Pfeifer und Martin Munz, nach 6 Stunden und 45 Minuten, das Ziel in Innsbruck – Congratulation. Christian Scheiber muss nach drei Stunden wegen Knieproblemen ausscheiden.

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