4th-WWW-Challenge 2017

 Samstag 04.11.2010 | Brenner – Innsbruck | 09.30 Uhr

Stollensteig – Benni Purner | © Willi Hofer

Gibt es eigentlich Sportveranstaltungen an denen Frauen nicht teilnehmen dürfen? Ich glaub nicht, denn diese Ungerechtigkeit wurde bereits vor einigen Jahrzehnten beseitigt.

Aber – stünden so viele Männer am Start wie Frauen, egal bei welcher Sportart, gäbe es vermutlich keine Sportveranstaltungen für Jedermänner bzw. Jederfrauen, denn unabhängig von der Sportart beträgt der Frauenanteil bei Mixed-Veranstaltungen lediglich 10 Prozent. Bei zahlreichen Frauenveranstaltungen bei denen die Männer nicht teilnehmen dürfen, wie zum Beispiel beim Innsbrucker Frauenlauf stehen mindestens gleich viele Frauen am Start wie beim Innsbrucker Frühlingslauf oder Innsbrucker Stadtlauf – nämlich unglaubliche 3000 und mehr. Deshalb stand bei der WWW-Challenge noch nie eine Frau am Start, weil dazu bräuchte die Challenge mindestens zehn Teilnehmer für eine, rein rechnerische gesehen, ganze Frau. Und um das Ziel zu erreichen ist mindestens eine ganze Frau – unter den Männern gilt natürlich dasselbe – ein ganzer Mann erforderlich. Verletzungsbedingt fällt Irene Schachinger, die letzte Hoffnung der Challenge, im Ziel eine Frau zu sehen, leider aus. Erschwerend kommt natürlich hinzu, dass heute Brennermarkt ist und viele, darunter auch Frauen, doch lieber shoppen als Biken.

Vor dem Start gibt es wie immer im Cafe Anita einen echten italienischen Cappuccino mit Brioche. Der erste Biss mit geschlossen Augen in die warme Marmelade verschiebt das heutige Ziel in eine mit dem Bike unerreichbare Ferne. Augen wieder auf wir starten pünktlich um 09.30 Uhr. Benni und Gerhard müssen aufgrund von Reparaturarbeiten bei Bennis Bike, auf Cappuccino & Co verzichten und nehmen den nächsten Zug zum Brenner, der drei Minuten vor dem Start am Brenner einfährt. Schnell die Startnummern montieren und los geht es mit Südföhn Richtung Innsbruck. Das Vorhaben Padaun außerhalb des roten Pulsbereiches zu erreichen funktioniert auch dieses Jahr nicht. Drei kurze bissige Rampen sind leider fahrbar und verhindern einen entspannten Start der aufgrund der Streckenlänge sinnvoll wäre. Zum Glück zu kurz zum Jammern. Wer die Strecke kennt weiß das noch zahlreiche Leistungsspitzen hochrote Köpfe hinterlassen werden.

Kurz vor Matrei am Brenner, auf der Abfahrt von Tienzens zur Sill, verlieren wir Paul Held bevor der längste zusammenhängende Anstieg zur Maria-Waldrast beginnt. Der Trinser Steig und der Quellenweg unterbrechen auf einer horizontalen Schräghangfahrt unterhaltsam die insgesamt 700 Hm uphill. Nach wie vor zu viert erreichen wir den Brunnen mit heilversprechenden Wirkungen bei Maria Waldrast. Schnell die Flaschen auffüllen bevor die Touristen mit ihren Wasserkanistern den einzigen Brunnen in der Umgebung für mehrere Stunden blockieren. Paul ist nach wie vor außer Sichtweite und Benni leidet seit Beginn der Auffahrt an Knieproblemen und vermutet, dass er so nicht lange weiterfahren kann. Die längste Abfahrt des Tages, von der Waldrast über die Ochsenhütte zum Gasthof Sonnenstein, auf dem Quellenweg nach Mieders und von dort über den nie enden wollenden Stollensteig zur Stephansbrücke kann Benni leider nicht schmerzfrei genießen. Auf dieser langen Abfahrt verlieren wir Peter Dellemann, der wie Benni bei der Stephansbrücke aus der Challenge aussteigt. Sie fahren über die Brenner Bundesstraße zurück nach Innsbruck. Peter der zum zweiten Mal mit seinem E-Bike dabei ist hatte bei Maria Waldrast bereits 60 Prozent seiner Energieleistung verbraucht obwohl er nur mit minimaler Motorunterstützung (15%) fährt. Entlang dem Stollensteig bis zur Stephansbrücke verliert sein Akku vermutlich noch einmal 10 bis 20 Prozent seiner Leistung, nach einer Fahrzeit die nur knapp über der Hälft der Gesamtfahrzeit der Challenge liegt. Den restlichen Strom benötigt Peter für die Fahrt nachhause, deshalb ist er vermutlich ausgestiegen. Damit sind nur noch Gerhard und ich gemeinsam unterwegs, wo sich Paul gerade befindet weiß zu diesem Zeitpunkt niemand. Der Abschnitt von der Stephansbrücke bis nach Völs führt über den Herrensteig, Akademiker Steig, den Trail ins Nasse Tal und über den Blasiusberg-Trail. Danach ist die sprichwörtliche Flasche leer und das Kerschbuchhof-Kriterium verdient sich abermals seinen Namen. Zu diesem Zeitpunkt wäre ein Streckenrekord noch möglich gewesen. Gerhard muss aber bei der Auffahrt zum Kerschbuchhof und über den Stangensteig sein Tempo reduzieren und der Strecke Tribut zollen. Nach dem Gramartboden ist zum Schluss noch der unglaublich steile Anstieg zum Wolfele-Wilde-Weg zu bewältigen, bevor die finale Abfahrt über den Arzler-Alm-Trail die WWW-Challenger beim Gasthof Löwenhaus ausspuckt. Nach Schnitzel, Bier, der Siegerehrung um 17.30 Uhr, es ist bereits dunkel, erreicht für uns völlig überraschend Paul Held das Ziel und wird seinem Nachnamen mehr als gerecht – Congratulation, kaum zu glauben.

 

3rd-WWW-Challenge 2016

 3rd-WWW-Challenge 2016 Ergebnisse1. Martin Munz 6:19,572. Markus Emprechtinger3. Chrisoph Kovac4. Gerit M., Sebastian R., Peter D.Willi Hofer (Pacemaker) 6:19,57Samstag 22.10.2016 | Brenner – Innsbruck | 10.00 Uhr

Siegerehrung im Gasthof Löwenhaus, v.l. Christoph Kovac, Martin Munz, Markus Emprechtinger | © Willi Hofer

13.20 Uhr, Christoph, Abfahrt Quellenweg nach Mieders – „muss leider wo geben! – Krampf im Oberschenkel“ | 14.20 Uhr, Sebastian, Herrensteig – „leider war mir das Tempo zu scharf und nach dem Herrensteig habe ich nicht mehr weiter gewusst. Die Beine und die Moral waren auch nicht mehr die Besten. Nächstes Mal trete ich mit entsprechender Streckenkenntnis an und fahr mein Tempo“. | 14.55 Uhr, Markus, Völs – „Ich trink beim Mc Donalds was, komme nach, kenn den Weg“ | 14.58 Uhr, Gerit, Stollensteig – „Ich lass das Kerschbuchhofkriterium aus und quäl mich auf dem kürzeren Weg zur Arzler Alm, treffen uns dort“ | 16.02 Uhr, Peter, Völs – „Akku 4%, Kopf leer, Beine leer, dnf, aber Römer-Tag“ | 16.29 Uhr, Christoph, Stangensteig – „bin am Stangensteig, vielleicht schaff ich es noch“…

Die dritte Wipptaler-Wander-Weg Challenge verzeichnet bei traumhaften äußerlichen Bedingungen einen Teilnehmerrekord auch ohne den drei angemeldeten Ladies, die leider wenige Tage vorher erkrankten. Nach der komfortablen Anfahrt mit der S-Bahn von Innsbruck zum Brenner bleiben noch zwanzig Minuten Zeit für einen leckeren Cappuccino im Cafe Anita. Sobald der Minutenzeiger im Cafe Anita seine 360 Grad Drehung vollendet hat erfolgt der offizielle Start aus dem Barhocker des Cafes. Außer mir sitzen alle auf einem Enduro-Bike. Peter mit Motorunterstützung und nur einem Akku. Den zweiten Akku hat er in Völs in seinem Auto geparkt. Alle hydraulischen Systeme meines All-Mountain Bikes verhalten sich aufgrund der tiefen Temperaturen äußerst träge. Nach der ersten kurzen Abfahrt bleibt meine versenkbare Sattelstütze für fünf Minuten eingefahren – Hurra ist das nach lediglich zehn Minuten Fahrzeit bereits das Ende?!

Der Abschnitt von Brenner nach Padaun ist nicht zur Gänze fahrbar, ein zusätzlicher Fußmarsch von zehn Minuten ist zu bewältigen. Auf diesem Abschnitt verlieren wir Peter, der auf den schmalen zum Teil auch sehr steilen Steigabschnitten, mit seinem E-Bike deutlich langsamer vorankommt. Von St. Jodok bis nach Matrei am Brenner verlieren wir Sebastian und Martin die sich bei einer der zahlreichen Weggabelungen verfahren aber die richtige Richtung beibehalten. Bei der Auffahrt zum Trinser Steig sind wir abgesehen von Peter wieder vollständig. Mein Pacemakerziel, die Arzler Alm um 17.00 Uhr nach sieben Stunden Fahrzeit zu erreichen, ist zu diesem Zeitpunkt noch schwer kalkulierbar, deshalb gibt es wie geplant bis zur Maria Waldrast keine Pause. Auf der kalten Abfahrt vom Waldraster Jöchl – Markus fährt noch immer kurz-kurz – spürt er seinen Bremsfinger kaum noch und patzt bei jeder Spitztkehre. Als Christophs Oberschenkel am Quellenweg zum krampfen beginnt verlieren wir ihn leider. Am Stollensteig muss Gerit ebenfalls seinen Krämpfen Tribut zollen und pausieren. Sebastian fällt bei der extrem steilen Auffahrt nach Raitis zurück und muss uns ab dem Herrensteig in Natters ziehen lassen. Leider ist ihm die restliche Strecke nicht bekannt und gibt deshalb auf – er lag zu diesem Zeitpunkt an dritter Stelle. Auf der Abfahrt nach Völs wählt Markus die direktere Linie ins Tal und kann bei der Inntalquerung nach Kranebitten der Mc-Donalds Verlockung nicht wiederstehen – er kauft sich zur Stärkung eine Cola und einen Burger. Martin und ich wissen zu diesem Zeitpunkt nichts von seiner Pause und gehen davon aus dass er vor uns liegen müsste weil seine Routenwahl die schnellere ist. Deshalb gibt es für uns keine Pause und keine Temporeduzierung. Kranebitten erreichen wir vor 15.00 Uhr und damit ist klar, dass ich als Pacemaker nicht tauge weil ich mein Ziel deutlich unterschreiten werde. Das Kerschbuchhofkriterium macht seinem Namen wieder alle Ehre. Der Stangensteig ist aber staubtrocken und mit viel Kraft und Ehrgeiz fehlerfrei fahrbar. Jetzt wartet nur noch die Saurampe oberhalb vom Hungerburgspielplatz bergauf zum Einstieg in den Wolfele-Wilde-Weg. Im Kopf ist das Ziel bereits erreicht, die Motivation extrem hoch und die Dreifachkurbel verbietet ohnehin das Absteigen egal wie steil. Bei der Durchfahrt Arzler Alm die geile Stimmung der Arzler Alm Trail Eröffnung aufsaugen und anschließend in den AAT bergab nach Innsbruck ins Ziel zum Gasthof Löwenhaus einbiegen. Im Ziel zeigt die Uhr 16:19:57 Uhr das entspricht einer Brutto-Fahrzeit von 06:19,57 Stunden – AVS 13 km/h. Martin Munz gewinnt mit neuem Streckenrekord, vor Markus Emprechtinger und Christoph Kovac – der sich als letzter entlang der Originalstrecke ins Ziel kämpft – Chapeau meinerseits.

 

2nd-WWW-Challenge 2015

 2nd-WWW-Challenge 2015 Ergebnisse1. Martin Munz und Christoph PfeiferDNF Christian Scheiber29.08.2015 | Brenner – Innsbruck | 10.00 Uhr

Wipptaler Wanderweg – Christoph Pfeifer | © Willi Hofer

Die  WWW-Challenge registriert bei der zweiten Auflgage die ersten Finisher. Noch vor der Dämmerung erreichen Christoph Pfeifer und Martin Munz, nach 6 Stunden und 45 Minuten, das Ziel in Innsbruck – Congratulation. Christian Scheiber muss nach drei Stunden wegen Knieproblemen ausscheiden.

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4th-WWW-Challenge 2017

Ergebnisse

1. Gerhard Senfter 7:08 (16.38 Uhr)

2. Paul Held (17.45 Uhr)

Willi Hofer (Pacemaker bis zum Stangensteig) 6:52 (16.22 Uhr)

DNF Benni Purner (Exit bei der Stephansbrücke)

DNF Peter Dellemann (Exit bei der Stephansbrücke)

DNS Irene Schachinger

DNS Mathias Kals

DNS Johannes Habel

DNS Brigitte Kugler

DNS Christoph Ladenauf