Rad-marathon Tannheimer Tal 2018

Rad-marathon Tannheimer tal 2018FotosFotos SportografInfosErgebnisse Ergebnisse230 km / 3000 HmFrauen (110 Klassierte)1. Krehnslehner-Schmid Verena (AUT) 07:07:202. Hüls Sonja (D) 07:34:483. Leder Gabriele (D) 07:39:53Männer (836 Klassierte)1. Baldauf Sebastian (D) 06.11.422. Hermann Roman (D) 06.13.043. Boumans Didier (CZE) 06.13.04185. (80.) Willi Hofer (URC-Ötztal) 07.36.50Sonntag 01.07.2018 | Tannheim | 06.00 Uhr

An den langen Schatten erkennt man gut die unchristliche Radfahrzeit. Auffahrt in den frühen Morgenstunden zum Oberjochpass (1175 m) | Foto: Sportograf.com

Nachdem mich fünf Kilometer vor dem Ziel, ein stark übermüdeter männlicher Teilnehmer, nach einer kurzen Abfahrt aus dem Windschatten rechts überholen will, wo eigentlich kein Platz ist weil ich mich nur wenige Zentimeter links von der Randlinie bewege – von der Tatsache abgesehen, dass man rechts nicht überholen soll – kann ich die Frauen gut verstehen wenn ihnen das zu gefährlich ist, was ich ihm unmissverständlich mitteile.

«Außerdem sind schon viele im Ziel, darunter auch zwei Frauen, du könntest – damit werden die Frauen aber nicht einverstanden sein, vor allem wegen deiner Fahrweise – bestenfalls Dritte werden».

Sollen wir aufgrund der geringen weiblichen Teilnehmerzahl und der besseren Verständlichkeit auf korrektes Gendern verzichten? Die Frauenlaufbewerbe machen es vor, dort stehen zum Teil mehr Teilnehmerinnen am Start als bei vielen gemischten Veranstaltungen. Die Veranstalter könnten doch, einen eigens für Frauen reservierten Startblock, eine Stunde später ins Rennen schicken. Oder wie wäre es mit einer Runde nur für Frauen, vielleicht auch an einem anderen Termin?

Rehabilitationsfahrt – Nach dem Debakel beim Kaunertaler Gletscherkaiser XXL wieder ein vernünftiges Ergebnis. Streng nach meinem Vorsatz, sollte ich einmal, ohne es darauf anzulegen, letzter werden – egal in welcher Radsportdisziplin – werde ich den Radsport beenden, so gesehen hatte ich beim Kaunertaler Gletscherkaiser XXL noch einmal Glück, dass ich beim Rad-Marathon Tannheimer Tal an den Start gehen darf. Die Gesichter der Teilnehmer am Start um 06.00 Uhr, sehen ähnlich müde aus wie acht Stunden später im Ziel, nur die Salzkruste rund um Augen macht den Unterschied aus. Nach einer kleinen Runde rund um Tannheim, entlang schmaler asphaltierter Radwege, geht es mit hohem Tempo über das Oberjoch nach Jungholz und Wertach bis Obermaislstein. In Obermaislstein beginnt die Bergfahrt zu Deutschlands höchsten Pass, den Riederbergpass (1406 m), den zur Schande ein Füssener Teilnehmer nicht einmal namentlich kennt, erzählt er kopfschüttelnd seiner Umgebung. Jetzt ist Schluss mit Tempo 30, 40, 50 und mehr. Ein Gefahrenzeichen warnt alle Verkehrsteilnehmer vor 16 Prozent steilen Rampen und der Tacho zeigt, auch wenn es sich nicht so anfühlt, gerade noch Bewegung an. Zum Glück sind die steilsten Abschnitte in Summe nicht länger als zwei Kilometer.

Bei 1000 TeilnehmerInnen hält auf den langen flachen und welligen Abschnitten niemand länger seine Nase allein in den Wind. 30 Kilometer starker Gegenwind im Lechtal, machen die letzte Labestation in Weißenbach zur „Letzten Hilfe Station“. Die Frage nach den Windverhältnisse im Tannheimer Tal beantworten die führsorglichen Helfer nur teilweise richtig. Rückenwind zu Beginn bei der moderaten Bergfahrt von Weißenbach bis zum Gaichtpass ist richtig, Gegenwind im welligen Tannheimer Tal bis nach Tannheim ist leider falsch.

Auf der Bundesstraße B200 zwischen Schwarzenberg und Schoppernau und bei der Auffahrt von Weißenbach nach Gaicht ist der Verkehr an diesem Tag fast unerträglich, ansonsten ist es auf den Straßen sehr ruhig. Sehr bemüht um unsere Nettozeit sind die vielen freundlichen Helfer die uns nicht nur mit süßen sondern auch mit salzigen Leckereien versorgen.

 

Tannheimer Radmarathon 2009 – «Furioses Finale»

Tannheimer Radmarathon 2009InfosErgebnisse Ergebnisse230 km / 3000 HmFrauen (22 Klassierte)1 (1) Krenslehner  V. [A]   07:29:222 (1) Schuler  A. [A]   07:31:573 (2) Offenhäuser  K. [D]   07:48:534 (3) Kaufmann  K. [D]   07:49:035 (4) Hammerle C. [A]   07:49:21Männer (481 Klassierte)1 (1) Tortorolo  Ch. [A]   06:32:46,7127 (77) Hofer  W. [A]   07:49:22,6Sonntag 12.07.2009 | Tannheim | 06.00 Uhr

Labestation in Holzgau | Foto: Sportograf.com

Warum 8 Stunden treten wenn am Ende ein paar Sekunden über den dritten Platz entscheiden?!

Warum 8 Stunden treten wenn am Ende ein paar Sekunden über den dritten Platz entscheiden?!

Erstmalig fand am Sonntag den 12.07 der Tannheimer Radmarathon statt. Der Veranstalter lockte mit drei unterschiedlichen Disziplinen 1500 Radsportler nach Tannheim. Die Teilnehmer der Arlbergrunde starteten um 06:00 Uhr zur Vierpässe Rundfahrt bei idealen Radtemperaturen. Die Tour führte nach der Deutschlandschleife, zu Ehren der vielen Deutschen Teilnehmer, über Pfronten nach Reutte durch das gesamte Lechtal, über den Flexenpaß, Arlbergpaß, Hahntennjoch und Gaichtpaß zurück nach Tannheim. 230 km 3000 Hm und nicht 2676 Hm waren zu bewältigen. Alternativ zur langen Distanz bot der Veranstalter zwei kürzere Strecken an. Die Lechtalrunde mit 130 km / 588 Hm um 07:00 Uhr und das One-way Rennen von Imst über das Hahntennjoch, Gaichtpaß nach Tannheim (63 km / 1340 Hm) um 12:30 Uhr.

Hohe Konzentration war bis nach Reutte erforderlich um das Spitzenfeld nicht zu verlieren. Abgesehen vom langen Stopp bei der ersten Labestation in Holzgau, bei Kilometer 75 ca. 7 Kilometer vor dem ersten Berg und dem Kettenservice in Imst, haben wir alles richtig gemacht. Am Ende der Abfahrt vom Hahntennjoch fuhren drei Damen, Karin Kaufmann, Ariane Prantl und Claudia Hammerle, abwechselnd im Windschatten ihrer persönlichen Begleiter von Elmen bis zum Anstieg des Gaichtpasses. Karin Kaufmanns Attacke vor dem Anstieg blieb schlussendlich erfolglos. Die stetige Temposteigerung am Gaichtpass und danach im welligen Tannheimertal brachte Claudia Hammerle 10 Kilometer vor dem Ziel zur Verfolgergruppe der Damen. Ariane Prantl musste am Gaichtpass abreißen lassen und erreicht die Gruppe der Verfolgerinnen nicht mehr. In dieser Gruppe kämpften jetzt Karin Offenhäuser, Karin Kaufmann und Claudia Hammerle um den dritten Platz. Den Zielsprint der Verfolgerinnen gewann im Fotofinish Karin Kaufmann vor Claudia Hammerle und karin Offenhäuser. Der Kommentator der die ersten beiden Damen übersehen haben muss platzierte die Verfolgerinnen dem Zieleinlauf nach auf Platz 1 bis drei. Die Startreihenfolge war nun ausschlaggebend wer am dritten Podestplatz steht. Karin Offenhäuser startete hinter Karin Kaufmann und Claudia Hammerle und wurde somit dritte in der Frauen Gesamtwertung.

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