ELDORADO BIKE-MARATHON 2021

02.10.2021 | Angerberg | 08.00 Uhr

Eldorado Bike-Marathon 2021Fotos: Sportograf.comFotosInfosErgebnisseErgebnisseFrauen 87 km / 2200 Hm (6 Klassierte)1. Dr. Hänsel Gloria GER 4:46:09,32. Griner Annette GER 4:59:33,53. Galewicz Katarzyna POL 5:28:15,76. Sleegers Alexandra GER 6:15:23,5 Männer 87 km / 2200 Hm (59 Klassierte)1. Krenn Wolfgang AUT 3:48:43,42. Mayer Wolfgang GER 3:53:03,53. Weismantel Tim GER 3:59:44,66. Pasqualini Frederic AUT 4:13:59,932. (7.) Hofer Willi AUT URC-ÖTZTAL 4:56:53,2
59. Görlich Jürgen GER 6:39:16,7
 Männer 33 km / 650 Hm (24 Klassierte)1. Köll Daniel AUT URC Ötztal 1:16:00,92. (1.) Gundlach Carsten GER 1:16:07,53. (1.) Stocker Uli GER 1:20:43,424. (3.) Rahmig Gerhard GER 1:58:59,9 

Daniel Köll vom URC-Ötztal gewinnt auf der C-Strecke.

Der Bikemarathon Eldorado im Tiroler Unterland ist bezüglich Streckenführung immer für eine Überraschung gut. Alle Auf- und Abfahrten führen massentauglich auf breiten Schotterstraßen und Asphalt. Die einfache Abfahrt auf dem Single-Trail im Grattauwald zu Beginn des Rennens ist leider schneller vorbei als einem lieb ist. Der kurze Downhill in Rattenberg ist etwas länger und etwas schwieriger. Die Verbindungen zwischen den Spitzkehren sind einfach, aber die zehn Spitzkehren dieses Single-Trails erfordern erhöhtes fahrtechnisches Können auf S2/G2 Niveau. Fünf Spitzkehren sind ohne Hinterrad versetzen nicht fahrbar. Bei der Auffahrt vom Inn bis zur Landstraße die zum Reintalersee führt wartet eine weiter Sonderprüfung. Zwei flache XC-Abschnitte zu Beginn und am Ende machen noch gute Laune, aber der giftige Mittelteil führt auf einem schmalen Single-Trail extrem steil bergauf und ist nur im dunkelroten Pulsbereich fahrbar. Der fahrtechnisch schwierigste Abschnitt der gesamten Runde ist die XC-Passage zwischen Kundl und dem Sägewerk die zwei Mal zu bewältigen ist. Der schmale Single Trail ist relativ lang und führt über aalglatte Wurzeln, sehr oft im Schräghang, unzählige Male wie es sich für eine richtige XC-Strecke gehört, bergauf und bergab – ein echter Leckerbissen für XC-Biker. Die extrem steile Auffahrt zum Kragenjoch muss ebenfalls erwähnt werden denn hier schieben die meisten TeilnehmerInnen ihr Bike für zehn Minuten. Die langen Abfahrten auf den Schotterstraßen vom Distelberg und vom Kragenjoch sind nur dann gefährlich wenn man zu schnell fährt – außerdem sind sie nicht gesperrt. Alle Abzweigungen sind perfekt markiert zusätzlich sind auf der Strecke viele HelferInnen die den Weg weisen. Trotzdem ist es mir, wie ein paar anderen auch gelungen sich zu verfahren. Auf der kurzen Single-Trail Abfahrt vom Kragenjoch bin ich rechts bergab statt links leicht bergauf in die Forststraße eingebogen – leider stand an dieser Stelle zu diesem Zeitpunkt kein Helfer der den Weg weist. Erst 150 Höhenmeter unterhalb als mir ein Holzstapel den Weg versperrt hat wurde mir klar ich habe mich verfahren. 13 Minuten gingen dabei verloren die mich am Ende von Platz 22 auf Platz 32 zurück reihten.

Verfahren – Glück im Unglück, wäre der Holzstapel der mir den Weg versperrte und mich zum Umdrehen zwang nicht gewesen, hätte ich den Weg zurück entlang der offiziellen Strecke nicht mehr gefunden und keine Wertung erhalten.

Mir hat die Strecke sehr gut gefallen, vor allem wegen den anspruchsvollen XC-Passagen, die bei den meisten TeilnehmerInnen wie im Ziel zu hören war, keine Begeisterung ausgelöst hat.

 

ELDORADO BIKE-MARATHON 2016

29.05.2016 | Wörgl | 08.00 Uhr

Eldorado Bike-Marathon 2016Fotos: Sportograf.comInfosErgebnisseErgebnisseFrauen 67 km (11 Klassierte)1. Walz Katja 1981 (D) 3:02:562. Hühnlein Birgitt 1970 (D) 3:04:393. Neulinger Stefanie 1982 (D) 3:12:31Männer 67 km (175 Klassierte)1. Mayer Michael 1994 (A) 2:28:252. Seewald Andreas 1991 (D) 2:29:403. Salcher Dominik 1991 (A) 2:31:4891. (22.) Hofer Willi 1970 (A) URC Ötztal 3:12:35

Die drittplatzierte Stefanie Neulinger und Willi Hofer vom URC-Ötztal ,am Ende der Abfahrt vom Lahntaler Berg | Foto: Sportograf.com

Der Verein Radunion Unerland veranstaltet jedes Jahr im Zuge des einwöchigen Wörgler Bikefestivals zum Abschluss einen Bikemarathon mit insgesamt drei unterschiedliche Distanzen – A: 67 km / 1700 Hm | B: 54 km / 1430 Hm | C: 38 km / 770 Hm.

Die Wettervorhersage verspricht keinen Regen bis Mittag, der zur Freude des Veranstalters, unerwartet viele Nachnennungen zur Folge hat. Mehr als 300 Biker stehen am Start der drei angebotenen Strecken – die meisten Teilnehmer zählt die lange Strecke A.

Aufgrund von Holzarbeiten muss der Streckenchef Roman Ellinger, Obmann des Vereins Radunion Unterland, die Abfahrt vom Hennersberg umleiten – sie führt jetzt nicht wie ursprünglich geplant auf dem Aubachtrail ST15 sondern auf dem etwas exponierteren Single Trail am Lahntaler Berg bergab ins Inntal zurück nach Wörgl. Zwei kurze fahrtechnisch schwierige Abschnitte sind mit Schildern und Streckenposten gekennzeichnet und sind zu Fuß zurückzulegen.

Von der Wertstoffhalle in Wörgl fährt der Biker-Tross auf der Tiroler Straße B171 fünf Kilometer neutralisiert von der Polizei begleitet ohne Hektik bis nach Kundl. Noch vor der Einfahrt in die Kundler Klamm wird das Rennen freigegeben und die Biker biegen rechts bergauf in die Asphalstraße nach Saulueg ein. Die ersten 300 Hm geht es permanent bergauf, anschließend wechseln flachere Forstwegabschnitte mit asphaltierten Anstiegen bis zur ersten Labestation die sich 150 Hm unterhalb des höchsten Punktes der Runde (Holzalm 1452 m) befindet. Einen Schluck Cola vor der extrem steilen Kletterei, damit die Beine nicht explodieren genehmigen sich viele – dennoch schieben fast  alle ihr Bike in meiner Umgebung. Wer sich sieben Minuten quält fährt ohne Absteigen bis zum Single Trail, auf dem jeder sein Bike bergauf drei Minuten schieben bzw. tragen muss. Auf der großen flachen Wiese ist die Holzalm erreicht, jetzt geht es großteils auf einer Forststraße 950 Hm bergab ins Inntal. Am Ende der Abfahrt bilden sich Gruppettos die auf dem flachen Abschnitt am Waldrand des Maukenwaldes bis nach Radfeld gemeinsam fahren. Von dort führt eine kurze Schleife, entlang einer Forststraße, 120 Hm bergauf zum Ruinentrail. Leider sind zu diesem Zeitpunkt immer noch zu viele Biker gemeinsam unterwegs, so, dass auf der Abfahrt am Ruinentrail, aufgrund der zahlreichen Spitzkehren im unteren Abschnitt, die vor mir leider niemand fährt, ein Rückstau entsteht und damit wertvolle Rennzeit verloren geht. Nach der Ortsdurchfahrt in Rattenberg, geht es auf der nördlichen Seite im Inntal, flach und wellig in Zeitfahrposition vorbei am Reintalersee zur vorletzten Labestation, die größer Gruppen in mehrere Gruppettos und Einzelfahrer wie mich zerlegt. In Breitenbach wechselt die Strecke A wieder auf die südliche Innuferseite. Drei Kilometer später geht es abwechselnd auf Forststraßen und Single Trails crosscountryartige weiter bis zum Beginn des letzten Anstieges bergauf zum Hennersbergerhof. Der breite Single Trail zu Beginn ist sehr steil und endet nach 170 Hm bei einer Asphaltstraße knapp unterhalb des Hennersbergerhofes wo sich die letzte Labestation befindet. Die besten Platzierungen sind vergeben, deshalb wird zur Einkehr ausgeklickt und angehalten – sportlich ehrgeizige Ziele bleiben trotzdem in Reichweite.

Das Schlimmste haben wir hinter uns meinen die freundlichen Helfer bei der letzten Labestation und reichen uns zur Aufmunterung eine Cola.

300 Hm noch, dann wird der Forstweg flacher und der Tacho zeigt wieder Geschwindigkeiten an die an Fortbewegung erinnern. Auf der schnellen kehrenlosen Single Trail Abfahrt am Lahntaler Berg verstecken sich unterhalb des Laubteppichs viele Gemeinheiten, die zu spät erkannt zu brenzligen Fahrsituationen und ungeplanter Linienwahl führen. Der Abstand der Biker ist zu diesem Zeitpunkt groß genug, so, dass jeder Biker auf dieser Abfahrt sein eigenes Tempo fahren kann und keine Zeit verliert. Den Sprint auf den letzten flachen zwei Kilometer ins Ziel verhindern Krämpfe in beiden meiner Beine.

Gratulation dem Veranstalter – der Marathon wird von Jahr zu Jahr lässiger. Nach zwei Wurstsemmeln und einem Erdinger Alkoholfrei, geht es kurz nach Mittag nachhause aufs Sofa wo Redbull-TV um 14.00 Uhr den MTB-XC Worldcup in Le Bresse live überträgt.

 

ELDORADO BIKE-MARATHON 2015

Eldorado Bike-Marathon 2015Fotos: Sportograf.comInfosErgebnisseErgebnisse InnsbruckStrecke A 80 km / 1900 HmFrauen (3 Klassierte)1. Manuela Hartl 3:38:062. Claudia Horn 4:23:283. Kirstin Varnecke 4:40:48Männer (61 Klassierte)1. Daniel Federspiel 3:00:002. Simon Schupfer 3:00:013. Daniel Rubisoier Denifl 3:00:0438. Willi Hofer URC Ötztal 3:38:2210.05.2015 | Wörgl | 08.00 Uhr

Kurz vor der Holzalm (1452 m) am höchsten Punkt der langen Strecke | Foto: Sportograf.com

Prämiere für den Wörgler Bikemarathon.
Ein echter MTB-Klassiker ohne Trails.
Die Durchschnittsgeschwindigkeit des Siegers Daniel Federspiel beträgt 29km/h.

Die letzten Regenschauer kurz vor dem Start, der zeitig um 8.00 Uhr neutralisiert bis nach Kundl erfolgt, verziehen sich Richtung Osten. Dreckig werden wir heute nur vom nassen Boden und vom spritzenden Hinterrad des Vordermannes.

Selbst am Muttertag stehen wieder einmal mehr Männer am Start als Frauen.

Auf der langen (85 km / 1900 Hm)  von insgesamt drei Distanzen starten nur drei Damen. Ich schnappe mir zum Schluß auf dem flachen Rückweg im Inntal von Angath nach Wörgl die Siegerin und wir fahren einsam aber gemeinsam ins Ziel, das sieben Kilomter weiter entfernt liegt als in der Ausschreibung angegeben. Mein Scott SUB Hardtail mit Starrgabel und 1.3er  Cyclocross tubeless Bereifung war die richtige Wahl auf dieser Strecke mit vielen asphaltierten Straßen und bestens  präparierten Forstwegen. Auf den Abfahrten verlier ich selbst mit suboptimalen Material, gegenüber meinen unmittelbaren Konkurrenten, keine Zeit. Die fünfminütige Pinkelpause bei Kilometer 50 ist nicht zu vermeiden – fünf Plätze gehen dabei verloren. Wer alleine fährt muss auf den schnellen Abfahrten der Orientierung sehr viel Aufmerksamkeit schenken um sich nicht zu verfahren. Bei vielen Weggabelungen im Wald stehen keine Marshalls – nur Wegweiser und grüne Richtungspfeile am Boden weisen den Weg ins Ziel. Ich habe das Ziel gefunden und wünsch dem Veranstalter Roman Ellinger für die nächste Auflage mehr TeilnehmerInnen.

 

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