7th-Bikerides-Trophy  2018

Samstag 06.10.2018 | Kitzbühel – Innsbruck

7th-Bikerides-Trophy 2018InfosFotosErgebnisse Langdistanzaußer Konkurrenz Willi Hofer (10:15)DNS  Alexander Kopp (A-Innsbruck)DNF  Tomas Holiencik (A-Mieders)DNF  Christoph Kovacs (A-Telfs) Ergebnisse Light-Distanz1.  Gerit Mayer (A-Innsbruck)  

Gerit auf der Abfahrt vom Wiedersbergerhorn nach Fügen.

Das verflixte siebte Jahr. Leider außer dem Pacemaker kein Finisher auf der Langdistanz.

Auf einer Trophy gibt es viele Herausforderungen zu bewältigen. Die größte Gefahr unterwegs versteckt sich nicht auf den Trails, sondern in Mayrhofen beim Almabtriebfest. Dort drängen sich mehr Menschen durch die Dorfgassen als beim Christkindlmarkt in Innsbruck. Beim Kampf durch die Menschenmassen müssen wir die Ellbogen einziehen, aber nicht nur deshalb damit wir leichter durchkommen, sondern aus Angst es könnte sich jemand einhacken und uns mit in die nächste Partyschlange ziehen. Aber so leicht sind wir nicht aufzuhalten, denn wir sind abgehärtet seit gestern Abend. Vier Stunden Schlagerlieder krochen unter unsere sensible ungeschützte Haut, selbst die mit Protect-Cream behandelten Stellen, ohne näher darauf einzugehen wo die sich bei Radfahrern befindet, blieben nicht verschont. Selbst das beste Immunsystem schützt nicht vor Liedern wie, „Der Letzte Furz“, so der Text im Refrain eines Schlagers einer uns unbekannten Musikgruppe, der die Hüttenromantik schlagartig beendet. Das sehr freundliche Personal ist bereits schlafen gegangen, vorher aber legen sie immer jene Kassette ein die noch nie ein Mensch zu Ende gehört hat. Nur Hansi Hinterseers Konterfei über dem Stammtisch, das von der Symbolwirkung her ähnlich wie das Bild des Bundespräsidenten in Schulen über dem Türstock hängt, kennt alle Lieder und Strophen der Kassette.

Der Prolog auf der Hütte ist nicht zu unterschätzen wie sich später im Rennen zeigen wird.

Christoph kämpft tapfer wie ein Löwe gegen den auf der ersten und zweiten Etappe entstandenen Zeitverlust, muss aber leider aufgrund der notwendigen Tempohärte, um die verloren gegangene Zeit wieder hereinzufahren, Tribut zollen und hisst beim Wiedersbergerhorn die Weiße Fahne. Christophs Ausscheiden ist sehr bedauernswert, weil es jetzt außer dem Pacemaker, der wie immer außer Konkurrenz mitfährt, keinen Finisher auf der Langdistanz gibt. Für solche Fälle gibt es die ungeschriebenen Gesetze im Radsport. Der/die FinisherIn auf der Lightdistanz, vormals Ladydistanz, erhält jetzt den begehrten Wanderpokal.

Am Start ist alles wie immer. Lubljiana die immer gut gelaunte slowenische Gastgeberin, die Peter, den besten Hüttenwirt der Zentralalpen ersetzt, schüttelt nicht nur Betten auf, sondern kocht, serviert und fotografiert ausgezeichnet. Am Start ist sie auch immer dabei und freut sich beim Abschied wie jedes Jahr noch mehr wie dieses Jahr auf unser Kommen im nächsten Jahr.

Tapferes Mädchen!

Mia, dürfen wir nicht vergessen, die Trails und Berge mehr liebt als der Männerwelt recht ist und wer sie kennt weiß wovon die Rede ist. Sie begleitet uns auf der ersten Etappe und beim Prolog auf der Hütte. Mit ihren spannenden Geschichten aus der ganzen Welt, versucht sie vom Schlagerwahnsinn auf der Hütte abzulenken, damit uns am nächsten Tag die Zivilisation wieder gefahrlos aufnehmen kann. Mia hat sich jetzt schon angemeldet für nächstes Jahr – vermutlich wegen dem stimmungsvollen Abend- und Morgenrot auf der Hocheck Hütte. Sie wird versuchen entlang der Originalstrecke ihr Zuhause in Schwaz zu erreichen – tapferes Mädchen.

Die Nacht auf der Hocheckhütte (1670 m) war für die Jahreszeit ungewöhnlich warm und trocken. Kein Morgentau auf den Wiesen und der lehmige Untergrund auf dem Fleckalmtrail ist großteils staubtrocken. Das ausgiebige Frühstück in der steilen Rampe bergauf zur Ehrenbachhöhe sagt auch noch einmal guten Morgen bevor die Bergfahrt, die zum Glück nur zwölf Minuten dauert, auf 1800 Meter Seehöhe endet. Anschließend bleibt bis zum nächsten Anstieg genügend Zeit zur Verdauung. Als der Spaß auf der Abfahrt gerade beginnt ist er auch schon wieder vorbei – Patschen am Vorderreifen bei meinem Bike.

Einen Snakebite am Vorderreifen hat man auch nur alle Schaltjahre.

 Christoph und Mia fahren weiter wie beim Ridersmeeting am Abend zuvor auf der Hocheckhütte besprochen, bleiben wir bei Pannen nicht länger stehen. Das Aufpumpen des Vorderreifens mit einer Minipumpe auf mindestens zwei Bar dauert länger als geplant. Dazu kommt ein paar Kurven später ein Speichenriss am Hinterrad, der mich noch einmal zwingt stehen zu bleiben. In Summe verliere ich durch diesen Defekt 15 Minuten auf der ersten Etappe. In Klausen bei der Talstation der Fleckalmbahn steht Christophs Bike auf dem Kopf – er muss die Bremsbeläge bei seiner Hinterradbremse tauschen und beklagt ebenfalls einen Speichenriss. Jetzt fahren wir schon wieder getrennt, dieses Mal ich voraus. Christoph verliert bis zur Bergstation der Hochbrixenbahn in Summe 20 Minuten. Jetzt haben wir alle Zeitreserven die uns die Wiedersbergerhornbahn aufgrund der Tatsache, dass sie keine Mittagspause mehr macht und deshalb keine Wartezeiten mehr entstehen, verbraucht. Leider verlieren wir auf der zweiten Abfahrt und auf der Transferstrecke nach Niederau schon wieder Zeit – Christoph zehn Minuten und ich fünf Minuten.

Der Woodworx-Downhill ist seit Jahren kein offizieller Trail mehr und verwildert zunehmend, dadurch verlängern sich die Abfahrtszeiten.

Gerit, der die fünfte Bikerides Trophy 2015 gewann, fährt dieses Jahr die Light-Distanz und steigt in Niederau bei der Markbachjochbahn Talstation zu. Ab jetzt gibt es, abgesehen von den Bahnfahrten, keine Sekunde Pause mehr. So können wir über den Schatzberg und das Wiedersbergerhorn bis nach Fügen den Zeitverlust wieder hereinfahren und erreichen das erste Mal, entlang dieser Streckenführung, die Zillertalbahn um 13.52 Uhr, eine halbe Stunde früher als je zuvor. Christoph muss leider, aufgrund von Krämpfen, kurz vor der Abfahrt vom Wiedersbergerhorn nach Fügen, die weiße Fahne hissen. Er tritt ab Fügen, über den Radweg im Zillertal bis nach Jenbach und von dort mit der S-Bahn zurück nach Innsbruck, einen geordneten Rückzug an – so seine Worte. Damit gibt es erstmalig außer dem Pacemaker, der aber wie jedes Jahr außer Konkurrenz fährt, auf der Langdistanz keinen Finisher.

Abgesehen von den Defekten zu Beginn auf der ersten Etappe zeigen unsere Bikes jetzt keine Schwäche mehr.

Fast schon unglaublich, deshalb erwähnenswert ist, dass wir auf allen Trail-Abfahrten niemanden begegnen – fast schon unheimlich. Sehr stimmungsvoll ist wie immer die Abfahrt vom Penkenjoch über den Moorlehrpfad nach Vorderlanersbach. Um 15.30 Uhr erreichen wir Vorderlanersbach, eine Stunde vor dem Betriebsschluss der Gletscherbahn in Hintertux. In Vorderlanersbach können wir endlich einmal entspannt unsere Wasserflaschen auffüllen, weil wir ganz genau wissen, dass wir für die bevorstehenden acht Kilometer, selbst bei starkem Gegenwind, keine Stunde Fahrzeit benötigen.

Die steilen Rampen bergauf zum Tuxerjoch-Haus werden von Jahr zu Jahr leider nicht flacher, aber die Motivation erreicht an dieser Stelle immer ihren Höhepunkt, deshalb ist die Quälerei schnell vergessen. Zwei Wanderer übernehmen am Tuxerjoch für uns das Fotoshooting und knipsen uns die Bestzeit weg. Fast zwanzig Minuten vergehen an der kältesten Stelle des Tages und bevor sie fürs fotografieren etwas verlangt hätten nahmen wir ihnen Gerits Handyknipse – oder dachten sie vielleicht wir vergessen es in unserer Euphorie.

Der Trail vom Tuxerjoch ins Schmirntal nach Kasern, war bei jeder bisher stattgefundenen Bikerides-Trophy ein Highlight und je nach Bike-Setup am Ende eine mehr als gelungene fahrtechnische Herausforderung. Diesen lässigen Trail gibt es jetzt leider nicht mehr. Stattdessen wurde ein schmaler Forstweg errichtet, der nicht einmal als Flowtrail bezeichnet werden kann, weil aufgrund der zahlreichen Spitzkehren kein Flow aufkommt. Der neue Weg wird auch jene nicht glücklich machen denen der alte Nature-Trail zu schwer war, weil die Kehren fahrtechnisch nicht so einfach sind wie sie aussehen. Die Bergsteiger haben jetzt überhaupt keinen Weg mehr, oder sollen sie ebenfalls den neuen Weg, der dreimal so lang ist, für Auf- und Abstieg nützen? Im Prinzip ist die Situation absurd. Der Weg wurde vermutlich deshalb errichtet um über das Tuxerjoch einen sinnvollen Übergang für Biker zu schaffen. Die fahrtechnisch versierten Biker, die diesen Übergang deshalb gewählt haben weil die Abfahrt auf dem alten Trail sehr viel Spaß gemacht hat, werden jetzt nicht mehr übers Tuxerjoch nachhause fahren.

Uns hat die Abfahrt auf der Asphaltstraße im Schmirntal und entlang der Brenner Bundesstraße mit starkem Rückenwind bis nach Innsbruck, mit Gerits Trailbike und meinem All-Mountain-Bike, mehr Spaß gemacht als die Abfahrt vom Tuxerjoch auf der neuen schmalen Forststraße nach Kasern.

Bei Tageslicht um 18.30 Uhr erreichen wir Innsbruck, das Ziel den Gasthof Bierstindl. Gitti unser Empfangskomitee beglückwünscht Gerit zum konkurrenzlosen Sieg auf der Light-Distanz und den Pacemaker mit einem knappen neuen Streckenrekord auf der Langdistanz. Gerit erhält den begehrten Wanderpokal den Markus Emprechtinger (Sieger der letzten Bikerides-Trophy) für uns im Gasthof Bierstindl hinterlegt hat. Die Frage wo sich der Rest der angemeldeten Biker und jene die sich für die Bikerides Trophy interessiert haben, befindet, können wir leider nicht lückenlos beantworten.

 

 

6th-Bikerides-Trophy  2016

6th-Bikerides-Trophy 2016InfosFotosErgebnisse1. Markus Emprechtinger 10:26Pacemaker Willi HoferDNS Klaus PerkmannDNS Gerit MeyerSonntag 25.09.2016 | Kitzbühel – Innsbruck

Markus Emprechtinger bei der extrem steilen Auffahrt zum Tuxer-Joch-Haus | Foto: Willi Hofer

Einmal sieben Minuten zu früh, zweimal sieben Minuten zu spät und der vergebliche Versuch, einen Schlauchlosreifen vor einem Schlauch zu retten, der fast 15 Minuten dauert.

Peter, der beste Hüttenwirt der Zentralalpen, überlässt uns am Vorabend der 6th-Bikerides-Trophy 2016 seine Hocheck Hütte, inklusive seiner besten Vertretung die sich ausschließlich nur um unser Wohl kümmern muss – weil wir die einzigen Gäste sind. Das heißt Bier schlürfen im Sonnenuntergang auf den besten Plätzen der Sonnenterrasse mit Blick auf die Stadt Kitzbühel, eine garantiert schnarchfreie Nacht mit freier Zimmerwahl auf zwei Ebene und keine Hansi-Hinterseer-Musik beim Abendessen und Frühstück. Aufgetischt wird als säßen alle angemeldeten Teilnehmer am Tisch, aber leider musste Gerit wegen einer Augenentzündung in letzter Sekunde absagen und Klaus blieb bis heute unentschuldigt fern. Wir waren trotzdem hochmotiviert, nicht zuletzt wegen des traumhaften Wetters, der angenehmen spätsommerlichen Temperaturen, sondern auch wegen den bevorstehenden 8000 Hm Downhill auf trockenen Trails die uns die regenfreien Tage zuvor bescheren.

Ausgeruht – ist vermutlich die richtige Beschreibung, denn die Frage ob wir geschlafen haben oder nicht ist schwer zu beantworten – erfolgt am Sonntag um Punkt 08.00 Uhr der Start. Aufgrund der geringen Teilnehmerzahl fahren wir neutralisiert sportlich ehrgeizig bis nach Brixen im Thale und erreichen die Talstation der Bergbahn Hochbrixen um 08.47 Uhr – 13 Minuten bevor die Bahn in Betrieb geht und sieben Minuten früher als von uns geplant. Unser Tempo bergauf, bergab und in der Ebene ist in Anbetracht der bevorstehenden Distanz eigentlich zu hoch, wir fahren permanent knapp unterhalb unseres Leistungslimits. Das am Vorabend angesprochene, fast aussichtslos erscheinende Ziel – die Wiedersbergerhornbahn vor der Mittagspause um 12.00 Uhr zu erreichen – wird ohne, dass wir es aussprechen anvisiert. Die BRT im Herbst zu veranstalten, einen Tag nach dem Almabtrieb, ist vermutlich der bessere Termin als Mitte August, denn jetzt stehen mehr als die Hälfte aller Weidegatter offen.

Als auf der Abfahrt vom Schatzberg bei der Ortsdurchfahrt von Alpbach die Mittagsglocken läuten erlischt der unausgesprochene Traum die Wiedersbergerhornbahn kurz vor 12.00 Uhr zu erreichen. Vor der geschlossenen Glastür der Bahn suchen wir vergeblich nach den verlorenen sieben Minuten in den letzten drei Stunden. In der vierzigminütigen Pause bei der Wiedersbergerhornbahn, analysieren wir unsere Fahrt von Hochbrixen bis hierher und finden nur beim Einstieg in die Markbachjochbahn in Niederau, drei Minuten die wir hätten schneller sein können, wenn dort keine Leute vor uns gewesen wären. Zerlegt man die Strecke zwischen Hochbrixen und der Wiedersbergerhornbahn in ihre einzelnen Abschnitte, gibt es vier Etappen bergauf ,darunter sind auch die zwei längste der BRT zu finden, mit Fahrzeiten über 20 Minuten und drei sehr lange Downhills, ebenfalls mit Fahrzeiten über 20 Minuten, müssten wir auf jeden Abschnitt lediglich eine Minute schneller sein, was so betrachtet nicht ganz aussichtslos erscheint. Wir haben viel Kraft und Energie zwischen Hochbrixen und Alpbach erfolglos investiert, sind jetzt aber klüger und wissen, dass das Unmögliche doch erreichbar ist.

Nach dem Ausstieg aus der Wiedersbergerhornbahn fahren wir im roten Pulsbereich (VO²max), 50 Hm auf einer Forststraße bergauf und anschließend im selben Tempo, auf dem Wiedersbergerhorn-Panoramaweg, der crosscountryartig rechts unterhalb des Gipfels zum Downhill nach Fügen führt, um den Zug um 13.29 Uhr zu erreichen – den wir ebenfalls um sieben Minuten verpassen. Angekommen sind wir uns aber einig, dass dieser Zug nicht zu erreichen ist – das Ziel die letzte Bergbahn in Hintertux um 16.30 Uhr zu erreichen ist aber auch mit dem Zug um 13.59 Uhr weiterhin problemlos möglich. Bei der neuen Penkenbahn, die laut Leistungsschild 3000 Personen pro Stunde befördern kann, gibt es keine Wartezeiten und auch bei der Kombibahn Penken verlieren wir keine Sekunde. Nach nur zehn Minuten Auffahrt von der Penkenalm zum Penkenjoch führt uns der Moorlehrpfad nach Vorderlanersbach. Zu schnell und schlecht ausbalanciert passiert mir ein Sturz auf den holzkonstruierten Steegen. Der spektakuläre Köpfler in die weiche steile Botanik hinterlässt weder bei mir noch bei meinem Bike irgendeinen Kratzer, nur meine Short wird von mir anfänglich unbemerkt am Hintern komplett aufgerissen und verfängt sich während der Fahrt manchmal mit dem Sattel. Kurz vor Vorderlanersbach verliert Markus sein Hinterradreifen Luft. Die Dichtmilch in seinem Schlauchlosreifen kann den Luftaustritt den wir seitlich beim Felgenhorn lokalisieren nicht verhindern. Widerwillig wird nach mehreren verzweifelten Aufpumpversuchen ein neuer Schlauch eingelegt der beim Ventil defekt ist – zum Glück sind wir zu zweit unterwegs und Markus bekommt meinen Ersatzschlauch. Nach der Reparatur bleibt uns nur noch ein Zeitpolster von 15 Minuten, aber auf der acht Kilometer langen Asphaltstraße nach Hintertux kann eigentlich nichts mehr passieren. Mit einer neuen Rekordzeit von 26 Minuten von Vorderlanersbach nach Hintertux erreichen wir die letzte Bergbahn des Tages den Gletscherexpress um 16.13 Uhr – 17 Minuten vor Betriebsschluss. Das wichtigste Ziel des Tages ist erreicht aber die extrem steile Auffahrt zum Tuxerjoch ist körperlich, vor allem zu diesem Zeitpunkt, eine Folter – nur die landschaftlich reizvolle Umgebung und die Vorfreude auf die Abfahrt ins Schmirntal, sowie das Ziel entlang der vorgegebenen Strecke zu erreichen, lenken von den Strapazen ab. In einer Stunde und 36 min erreichen wir vom Tuxerjoch aus das Ziel in Innsbruck beim Gasthof Bierstindl. Markus finished mit neuer Bestzeit in 10:26 Stunden die Bikerides Trophy 2016.

Ps: Markus ist in allen Richtungen unglaublich stark gefahren – chapeau meinerseits. Danke an Axel Kreuter – Finisher der Bikerides Trophy 2015 – der persönlich den heißbegehrten Wanderpokal überreicht.  Sehr gefreut hat uns, dass Sylvia, Gordon, Martin, Christoph und Gabi ebenfalls im Gasthof Bierstindl auf Markus den neuen BRT-Finisher angestoßen haben.

 

5th-Bikerides-Trophy  2015

5th-Bikerides-Trophy 2015InfosFotosErgebnisse1.  Axel Kreuter und Hannes Spieler 12:11Pacemaker Willi Hofer bis zur Etappe 4DNS Christoph PfeiferDNS Gerit MayerDNS Gabi ZackeDNS Brigitte KuglerDNS Sylvia LaimgruberDNS Claudia Gast15.08.2015 | Kitzbühel – Innsbruck

Hannes Spieler (li.) und Axel Kreuter (re.) im Ziel im Gasthof Bierstindl | Foto: Willi Hofer

Vom easy Trail fräsen ist die Rede vor dem Start und während dem Rennen. Ab der Etappe 4 (Schatzberg) ist easy nicht mehr zu hören – Trail fräsen bleibt.

Samstag 15. August – Zu Maria Himmelfahrt binden die Katholiken kleine Kräutersträußerln die anscheinend böse Geister vertreiben und den Wettergott fröhlich stimmen sollen. Wir haben Axel Kreuter am Start und können uns das Sträußerlbinden sparen. Wir verschwenden bis 15.00 Uhr keinen einzigen Gedanken an das Wetter und fräsen wie es die Jungs bezeichnen von einem trockenen Trail zum Nächsten. Vom Penkenjoch bergab auf dem Moorlehrpfad nach Vorderlanersbach erwischt uns ein kurzer Regenguss. Während der Fahrt auf der Straße von Vorderlanersbach nach Hintertux trocknet der Untergrund bereits wieder auf. Der westliche Teil Nordtirols bis nach Schwaz bleibt den ganzen Tag über nass und regnerisch. Den Ladies aus Innsbruck ist das Wetter um 6.00 Uhr in der Früh zu wax, leider wissen sie nicht dass der Osten Nordtirols am Renntag und am Tag davor völlig trocken verläuft. Solidarisch beschließen sie zuhause zu bleiben.

Mein Geheimfavorit für die Trophy, Christoph Pfeifer, kann leider aus terminlichen Gründen den Start auf der Hocheck Hütte nicht rechtzeitig erreichen und die Idee, eventuell mit seinen Freunden beim Ladystart einzusteigen, wird verworfen.

Ich habe mich im Vorfeld bereits als Pacemaker für das Erreichen der letzten Bahn um 16.30 Uhr in Hintertux angeboten und beim Ridersmeeting am Vorabend noch einmal deutlich auf das 16.30-Tempo hingewiesen. Das heikle Thema, wie reagieren wir bei technischen Defekten und was machen die Jungs, wenn einer von ihnen, aus welchen Gründen auch immer, abreisen lassen muss, wurde angesprochen aber nicht gänzlich geklärt.

Bis zur Etappe vier läuft alles wie geplant, die Jungs holen aus den Abfahrten mehr Zeit raus als sie bei den Berg- und Flachetappen verlieren. Bis zur Talstation der Schatzbergbahn sind sie dem Ziel, die letzte Bahn in Hintertux, bergauf zur Sommerbergalm, um 16.30 Uhr zu erreichen, eine viertel Stunde voraus. Auf nur einer Etappe, es ist die vierte, über den Hahnkopf am Schatzberg bergab ins Alpbachtal, verlieren sie fast eine halbe Stunde und das Ziel, Hintertux um 16.30 Uhr zu erreichen gerät außer Reichweite. Der Grund dafür war unter anderem der Sturz von Hannes auf der Schräghangfahrt vom Schatzberg, der für ihn gesundheitlich gesehen ohne Folgen bleibt, aber die Funktion seines Schalthebels auf das Schalten in Richtung leichterer Gänge reduziert. Zum Runterschalten muss er von nun an den Seilzug beim Schaltwerk lösen. Fast zeitgleich reißt der Schaltzug bei Axel seinem Bike. Beide sind jetzt nur noch mit einem Gang unterwegs, weil ihre Bikes nur mit einer Einfachkurbel ausgestattet sind. In der Gondel der Wiedersberger Hornbahn wird der Pacemaker nervös. Er errechnet Nahziel-Timelimits und bespricht diese Ziele telefonisch mit Hannes und Axel, die drei Gondeln hinter ihm sitzen. Die Nahziel-Timelimits sollen das Erreichen der Zillertalbahn um 13.59 Uhr garantieren die den Zeitverlust wieder eliminiert. Der Pacemaker verspricht, so lange in Sichtweite zu bleiben wie möglich und hinterlässt bei jeder Kreuzung gut erkennbare Bremsspuren. Die Jungs schaffen das Unglaubliche und fahren mit breitem Grinsen im Gesicht, leicht zeitversetzt um 13.55 Uhr und 13.58 Uhr im Bahnhof Fügen ein. Die 30 Minuten Fahrzeit der Zillertalbahn, nützen Sie für die leider aussichtlose Reparatur ihrer Schaltung – es geht leider nur mit einem Gang weiter. In den Liften, wird für die nächste Etappe der geeignetste Gang eingelegt, um keine Zeit zu verlieren. Die Route ist den Jungs ab der sechsten Etappe bekannt ,deshalb hat sich der Pacemaker auch verabschiedet. Hintertux um 16.15 Uhr ist das neue Ziel mit genügend Spielraum für etwas Small-Talk an der Kassa. Den Jungs gelingt noch einmal eine unglaubliche Überraschung. Aus der Gondel der Hintertuxer Gletscherbahn sind zwei ameisengroße Biker wahrnehmbar die um 16.26 Uhr, nur noch 500 Meter von der Kassa der Bergbahn entfernt sind. Die Bahn fährt zwar bis 17.00 Uhr bringt aber nach 16.30 Uhr nur noch Fahrgäste von oben nach unten. Easy – ohne betteln bekommen sie ein Ticket für die letzte Bergfahrt an diesem Tag und gönnen sich zur Krönung am Tuxer-Joch-Haus, das sie um 17.30 Uhr erreichen, eine Kaspressknödelsuppe. Nach der Einkehr, auf der Abfahrt vom Tuxer Joch nach Kasern und auf der Asphaltstraße im Schmirntal, fräsen sie bei Regen, dem trockenen Ziel in Innsbruck beim Gasthof Bierstindl entgegen. 141 Kilometer stehen nach 12 Stunden und 11 Minuten am Tacho und es ist noch hell um 20.11 Uhr, als sie heil im Ziel ankommen. Sylvia, Gitti und der Pacemaker gratulieren – die 5th-Bikerides-Trophy Primetime hat zwei neue Finisher und Gewinner.

 

4th-Bikerides-Trophy  2014

4th-Bikerides-Trophy 2014InfosFotosErgebnisse1. Gerit Meyer 12:10 hPacemaker Willi HoferDNS Georgy GroggerDNS Christian HoferDNS Gunnar KopfDNS Uli OrtnerDNS Sebastian RückensteinerDNS Flo EggerDNS Mathias RösslerDNS Nathan Kappl17.08.2014 | Kitzbühel – Innsbruck

Gerit Meyer am Tuxer Joch | Foto: Willi Hofer

Gerit Meyer gewinnt die 4th Bikerides Trophy 2014 auf der vorgeschriebenen Route. Im Mikrokosmos der Mountainbiker hat nun jeder seine Spielwiese gefunden, das reduziert die Zielgruppe für einen Long-Distanz Freeride-Marathon wie die Bikerides Trophy dramatisch. Die vierte Bikerides Trophy 2014 zählt bis zum Start lediglich zehn registrierte Teilnehmer, davon steht einer gemeinsam mit mir am Start – ich als Veranstalter natürlich außer Konkurrenz. Es gibt vermutlich mehr Gründe bei der Trophy nicht mitzufahren als die Trophy Teilnehmer zulässt. Am traumhaften Wetter lag es sicherlich nicht – ideale Temperaturen im Tal und auf den Bergen zum Freeriden von Sonnenauf- bis -untergang.

Die Anfahrt am Samstag nach Kirchberg begleiten tief hängende Wolken und gebietsweise Regenschauer. Erst ab 17.00 Uhr macht der Regen, der seit Tagen und Wochen ,Schwammerln und Pilze aus den Trails schießen lässt, eine Pause, die laut Wettervorhersage zwei Tage anhalten soll. Peter, der beste Hüttenwirt der Zentralalpen und seine freundlichen Ladies Christine und Georgina sorgen nicht nur für unser leibliches Wohl sondern auch für gute Unterhaltung und setzen uns – außerhalb der Hütte angelockt – zwei sehr nette Hamburgerinnen an den Tisch, als Ersatz für jene Teilnehmer die es nicht an den Start geschafft haben. Zähneklappernd bestaunen wir den spektakulären Sonnenuntergang auf der Hocheck Hütte, der allein eine Übernachtung wert ist. Unglaublich, beim Frühstück um 06.45 Uhr, sitzen immer noch ein paar Nachtfalken bei einem Gläschen Wein und wünschen uns zum Abschied alles Gute. Wir starten früher wie geplant um 07.20 Uhr damit wir genügend Zeit – nach der Schlammschlacht am Fleckalmtrail – zum Wechseln der Kleidung und reinigen der Bikes haben und fahren gemeinsam bis nach Brixen im Thale zur Gondelbahn Hochbrixen. Auf dem Woodworx Downhill der zweiten Etappe – der Untergrund ist steinig und nicht so lehmig wie der Fleckalmtrail – werden wir deutlich weniger dreckig. Das Reinigen der Bikes am Ende jeder Abfahrt bleibt uns aber den ganzen Tag nicht erspart. Spätestens nach der zweiten Abfahrt und der zweiten Bergfahrt nach Niederau sind wir ein Team, weil wir in allen Richtungen auf ähnlichem Niveau fahren. Beim Reinigen der Bikes im Bach der Wildschönauer Ache – es gibt in der Umgebung leider keine andere Möglichkeit – übersehen wir fast die Zeit und erreichen nur vier Minuten vor der einstündigen Mittagspause der Schatzbergbahn, eine der letzten Gondeln. Vier Minuten später, wäre das Erreichen des Ziels entlang der vorgeschriebenen Route, nicht mehr möglich gewesen, aber das Erreichen der letzten Gondel der Hintertuxer Gletscherbahn gerät zu diesem Zeitpunkt außer Reichweite. Ohne Zeitverlust verläuft die Abfahrt vom Schatzberg ins Alpbachtal. Abgesehen von der Brücke, die der Dorferbach weggeschwemmt hat – an der seichtesten Stelle ist eine Durchfahrt mit viel Entschlossenheit möglich – und dem Ausrutscher von Gerit auf der eingeseiften Holzbrücke, läuft weiterhin alles nach Plan B. Plan A sieht das Erreichen der letzten Bergbahn in Hintertux um 16.30 Uhr vor und Plan B das Erreichen des Ziels bei Tageslicht. Um 13.15 Uhr, 15 Minuten nach der Mittagspause der Wiedersberger Hornbahn steigen wir in die erste Gondel zur Bergfahrt. Das Rechnen, ob wir den Zug in Fügen um 14.28 Uhr erreichen, damit wir Plan B aufrecht erhalten können, beginnt, aber nach dem Istgleichzeichen steht aussichtlos gefolgt von einem Fragezeichen.

Das weite Vorausrechnen bevorstehender Etappen ist weiterhin sehr spekulativ.

Die Überraschung gelingt auf der längsten und gleichzeitig schnellsten Abfahrt des Tages – vom Wiedersberger Horn. Den Zeitpolster den wir auf dieser Abfahrt nach Fügen herausfahren, nützen wir zum Abspritzen unserer Bikes und zum Einkaufen in der Tankstelle vis-à vis, und kaufen im Zug das bisher günstigste Ticket des Tages. Im Zug wird wieder fleißig gerechnet und Plan A ist plötzlich wieder möglich. Der Sprint auf das Penkenjoch und die schnelle Abfahrt nach Vorderlanersbach waren hoffentlich nicht umsonst. Um 16.12 Uhr erreichen wir Vorderlanersbach, beim Dorfbrunnen tanken wir Wasser, ölen unsere Ketten und blicken uns dabei nach der Windrichtung um – die Fahnen zeigen Rückenwind. Die letzte Bergfahrt um 16.30 Uhr ist definitiv nicht mehr erreichbar. Die Bahn fährt aber bis 17.00 Uhr und die Hoffnung, dass wir ausnahmsweise doch noch mitgenommen werden geben wir nicht auf. Mit dem Freeride-Bike von Vorderlanersbach nach Hinterux in weniger als 30 Minuten, ist  nur im dunkelroten Pulsbereich möglich.

Wir sind jetzt exakt 9 Stunden und 20 Minuten unterwegs aber 15 Minuten zu spät.

Der strenge Kassier telefoniert mit den Liftleuten beim Eingang und verkauft uns kurz darauf zwei Tickets. Die Glasscheibe rettet ihn vor zwei Umarmungen und wir müssen nicht nach der verlorenen Viertelstunde in den letzten neun Stunden suchen. Die extrem steile Auffahrt zum Tuxer Joch wird zur Formsache. Auf der Abfahrt vom Tuxer Joch, nimmt sich Gerit am Unterarm noch ein paar Kratzer als Souvenier mit nach Hause, bevor wir um 19.30 Uhr, nach 12 Stunden und 20 Minuten Fahrzeit, das Ziel in Innsbruck beim Gasthof Bierstindl erreichen. Gerit ist sensationell gefahren und es blieb spannend bis nach Hintertux. Die Antwort auf die Frage, ob das Erreichen der letzten Bahn in Hintertux, auf der geplanten Route möglich ist, lautet JA. Nach Weißbier, Schweinsbraten, Kuchen, Kaffee und Friedenspfeife freuen wir uns jetzt schon auf die 5th Bikerides Trophy 20??.

 

3rd-Bikerides-Trophy  2007

3rd-Bikerides-Trophy 2007InfosFotosErgebnisseTeamwertung – Männer1. Vincent Breysacher und Mathias Bentenrieder2. Dieter und Gerolf Chybin3. Stephan und Gerhard SenfterEinzelwertung – Frauen1. Claudia HammereleEinzelwertung – Männer1. Harald Philipp2. Christoph Malin3. Martin Falkner18.08.2007 | Pfeishütte – Innsbruck

Franz Watschinger (li.) und Harald Gleissner (re.), müssen leider, wegen der Verwendung nicht erlaubter Transportmittel, disqualifiziert werden. | Foto: Willi Hofer

Am Samstag um 05.30 Uhr, starten auf der Pfeishütte bei Idealverhältnissen, die besten Freeride Marathonbiker, bei der bereits zum dritten Mal stattfindenden Bikerides Trophy. Der Sieg in der Männerklasse geht nach Deutschland. Die Österreichische Ehre rettet Claudia Hammerle bei den Frauen. Italien erreicht auf der vorgeschriebenen Strecke leider nicht  das Ziel .

Beeindruckende Leistungen werden bergab, bergauf und in der Ebene von allen Bikern geboten.

Einige Lokal Heros, darunter Christof Pfeifer, Günther Hofer, Gregor Karl Supp Gordon Nogalla, Alex Ganster, Flo Egger, Mathias Rössler, die Vertriders abgesehen vom Präsidenten, usw. usf. ... und vor allem Österreichs bester Freeride Marathon Biker, der Titelverteidiger der letzten beiden Jahre, Benni Purner, kann leider nicht teilnehmen.

Ein Dankeschön geht an die Sponsoren und an alle Teilnehmer die sich unterwegs sehr vorbildlich verhalten haben.

 

2nd-Bikerides-Trophy  2006

2nd-Bikerides-Trophy 2006InfosFotosErgebnisseHerren Einzelwertung1. Benni Purner [7:07]2. Harald Philipp [7:46]3. Manfred Flür [7:48]Herren Teamwertung1. Stephan Senfter / Gerhard Senfter [8:54]2. Christof Pfeifer / Günther Hofer [9:18]3. Breysacher V. / Bentenrieder M.  [9:30]Mixed Teamwertung1. Claudia Hammerle / Willi Hofer [10:04]2. Sylvia Leimgruber / Axel Kreuter [11:30]Samstag 02.09.2006 | Wörgl – Innsbruck

In der Penkenbahn – das Team Vertrider I, mit Christof Pfeifer (li.) und Christoph Malin (re.) Foto: Christoph Malin

Von den 47 angemeldeten Freeridern sind 36 in Wörgl am Start. Wir vermissen die Geheimfavoriten Christian Schlecker, Picco und Georg Grogger, aber auch jene die immer für Überraschungen gut sind wie Olaf Pauls, Robert Galvan, Mike Schmid, Michael Stricker, Andi Färber, Udo Längle Martin Schlesinger und Freund.

Die sehr gute Vorbereitung auf das Rennen aller Teilnehmer macht sich im Vergleich zum letzten Jahr – damals kamen von 26 Startern nur neun ins Ziel – am Resultat stark bemerkbar.

Ins Ziel schaffen es dieses Jahr alle die in Wörgl starten, abgesehen von Flo Egger, der seinen Teampartner Mathias Rößler nur bis zum Zillertalbahnhof begleiten kann. Mathias sitzt im Großraumtaxi, von Fügen nach Mayrhofen hinter mir und fährt die Etappe Penkenjoch, Vorderlanersbach bis nach Hintertux gemeinsam mit mir im Hauptfeld. Anschließend verlieren sich seine Spuren bis heute. Hat irgendjemand vom Dr. Hias etwas gehöhrt oder gesehen?

Zwei Augen zugedrückt haben wir bei zehn Freeridern (Paul H., Harald G., Mathias R., Franz W., Ludi L., Geri P., Gerry F., Claudia H., Willi H., Gordon N.). Nachdem sie sich in Fügen um 4,- Euro ein Bahnticket nach Mayrhofen kaufen, lassen sie sich sie sich mit einem Großraumtaxi nach Mayrhofen shutteln. Liebe Teilnehmer, ich habe in den Rules nochmals nachgelesen und zitiere daraus: ...es dürfen außer den vorgesehen Transportmitteln ... keine weiteren Hilfsmittel (Autos, Busse, Motorräder, Ballons...) in Anspruch genommen werden. Die genannten Rider erhalten deshalb keine Zeitgutschrift die durch die Wartezeit auf das Großraumtaxi entsteht. Grund dafür ist die Tatsache, dass das Großraumtaxi die Strecke Fügen - Mayrhofen doppelt so schnell zurücklegt wie die Bahn. Die Netto-Gesamtzeit verschlechtert sich für diese Teilnehmer um ca. 5 - 10 Minuten deshalb ist der Organisator gnädig und streicht sie nicht aus der Wertung. Der Zeitpolster der dadurch entsteht, bedeutet für sie einen nicht zu unterschätzenden psychologisch Vorteil, denn nun ist das Erreichen der letzten Bahn in Hintertux sogar mit Pausen und Pannen sehr leicht möglich. Der letzte dieser Gruppe erreicht die Hintertuxer Gletscherbahn um 15:45 Uhr, 45 Minuten vor dem offiziellen Betriebsende der Bahn für Biker. Ebenfalls ein Auge zugedrückt haben wir bei Sylvia Laimgruber, die sich einen Kilometer vor der Hinterturxer Gletscherbahn ein Taxi nimmt um die letzte Bahn hinauf zur Sommerbergalm nicht zu versäumen.

Kein Auge zudrücken, können wir für das Herren Dreier-Team Alte Säcke, die das Penkenjoch, den Downhill nach Voderlanersbach und die Asphaltetappe von Vorderlanersbach nach Hintertux  (Helli Plunser gab in Fügen auf) mit dem Linienbus Mayrhofen - Hintertux umfahren.

Start – Am Samstag um Nullachthundert müssen die Wörgler Bahnkunden zweimal hinsehen um ihren gewohnten Bahnhofsvorplatz wieder zu erkennen. 36 Freeridebikes liegen in regelmäßigen Abständen am Boden und um sie herum armkreisende Freeride-Biker. Normalerweise schlichten Sie auf dem Weg in die Bahnhofshalle so manche Rauferei und gehen zerschlagenen Bierflaschen aus dem Weg. Heute müssen sie aufpassen, dass sie nicht über die Beingrätschen aufwärmender Biker fliegen, oder einen Kinnhacken von einem armkreisender Freeriders beim Aufwärmen, bekommen. Konzentriert und gut vorbereitet waren also alle.

Die meisten Bikes die am Boden liegen, wiegen trotz Gewichtstuning über 15 kg und die großen Rucksäcke ließen die Farben der Trikots kaum erkennen. Sie stehen in Wörgl und das Ziel ist in Innsbruck, der Weg dorthin führt aber nicht auf der Tirolerstraße, sonder über die Berge die sich ihnen zwischen den Kitzbüheler Alpen und dem Wipptal in den Weg stellen.

08:27 – Kein Bike liegt mehr am Boden – spannende Atmosphäre macht sich breit, es ist aber nicht das Gefühl von Nervosität, sondern die aufgestaute Freude der letzten Tage und Wochen, dass es endlich losgeht, die in den Gesichtern jedes einzelnen zu erkennen ist. Der Minutenzeiger der analogen Bahnhofsuhr bewegt sich lautlos aber schlagartig auf 08:30  Uhr und gibt so den Start frei. Claudia Hammerle und mir gelingt ein fliegender Start aus der dritten Reihe. Wie besprochen versuchen wir beim Start das restliche Feld mit einem Ausreisversuch zu überraschen, um vor dem ersten Berganstieg mindestens zwei bis drei Minuten Vorsprung herauszufahren. Diese Taktik verfolgen aber alle anderen auch und das gesamte Feld kommt beim ersten Berganstieg nahezu gleichzeitig an. Plan B gab es keinen für uns und auch für viele andere nicht. Der Berganstieg zerriss zwar das Hauptfeld, aber es gibt für uns und für viele andere bergauf nicht wirklich viel zu gewinnen.

Zwischen Start und Ziel – An der Spitze fahren von Anfang an Benni Purner, Harald Philipp und Manfred Flür. Der Pulsmesser zeigt bei Manfred bis nach Niederau zur Markbachjochbahn durchgehend 180. Er hat sich wahrscheinlich deshalb schon am Tag davor das Liftticket gekauft um Zeit und Luft beim Kartenkauf zu sparen.

Das Verfolgerfeld mit Christian F., Vincent B. / Matthias B., Gordon N., Stephan S. / Gerhard S., Christoph M. Gerry F. / Geri P., Christoph L. / Franz W. Roli N. / Georg H., Claudia H. / Willi H., Harald G. / Paul H. sind zu diesem Zeitpunkt ca. zehn Minuten hinter den Führenden. Das Team Johannes P. / Axel S. haben nur drei Minuten Rückstand und versuchen an der Spitze dran zu bleiben.

Außer für Manfred, gibt es bei den Liften, keine mir bekannten rennentscheidenden Unterbrechnungen. Manfred liegt in Hintertux an dritter Stelle und hat  Pech bei der Liftkasse der Hintertuxer Gletscherbahn. Vor ihm steht der Tschechische Nationaltrainer der für seine 56-köpfige Mannschaft Tickets kauft. Der freundliche Nationaltrainer lässt ihn zwar vor, die geldgierige Dame an der Kasse aber nicht.

In Fügen beim Bahnhof gibt es nach dem Spitzenfeld mit Benni P., Harald Ph., Manfred Flür eine zerrissene Verfolgergruppe mit Christian F., Stephan S. / Gerhard S., Christof P. / Günther H., Christoph M. und dahinter ein fast geschlossenes Hauptfeld mit  Gordon N., Harald G. / Paul H., Christoph L. / Franz W., Gerry F. / Geri P., Vincent B. / Matthias B., Roli N. / Georg H., Claudia H. / Willi H., Stefano R. die, die Zillertalbahn knapp versäumen und so entgültig den Anschluß zu den Verfolgern verlieren. Dieses Versäumnis kostet das Hauptfeld ca. eine Stunde. Das Schlußlicht bilden Johannes P. / Axel S., Julius M. / Werner F. / Werner W., Andy B. / Leo G., Sylvia L. / Axel K., und Siegfried Kittinger.

Zehn Freerider aus dem Hauptfeld bestellten sich ein Großraumtaxi mit Anhänger und verschaffen sich so einen komfortablen Zeitpolster. Dadurch wird das Hauptfeld auseinandergerissen.

Großen Respekt vor den Helden des Tages (Vincent B. / Matthias B.,  Roli N. / Georg H., Stefano R., Johannes P. / Axel S. Julius M. / Werner F. / Werner W., Andy B. / Leo G. Sylvia L. / Axel K., Siegfried K.) die trotz Zugversäumnis (Zillertalbahn nach 12:44 Uhr) die letzten Gondeln der Hintertuxer Gletscherbahn hinauf zur Sommerbergalm erreichen.

Ziel – Die letzten kommen um 20:00 Uhr im Gasthof Bierstindl (Ziel) an, der Erste um mehr als vier Stunden früher. Im Gastgarten des Gasthof Bierstindl sind alle bis auf Flo Egger und Mathias Rößler wieder vereint. Um 21:00 Uhr findet die von mir schlecht vorgelesene Siegerehrung statt. Das großartige Renne verdient einen gebührlicheren Abschluß der über das blose Vorlesen der Rangliste hinausgehen sollte. Daran ist bis zur nächsten Trophy noch zu arbeiten.

PS: – Christian Fuchs bestätigt mit dem Erreichen des vierten Platzes (Herren Einzel) bei der diesjährigen Trophy seine Freerider Qualitäten. Er ist zu Recht der beste Newcomer des Jahres 2006. Es wird vermutlich  nicht lange dauern bis er vom Vertrider-Chef (Christoph Malin) persönlich ein Vertridertrikot angezogen bekommt. Der Vertrider-Chef sieht es gerne wenn bei der Bikerides Trophy das Spitzenfeld grün gekleidet ist. Ein Thorn in seinem Auge ist aber auch das grün gekleidet Schlusslicht – hoffentlich zieht er ihnen nicht das Trikot wieder aus.

ps: Der Ticketkauf vor dem Rennen und das Wechseln der Bikes während dem Rennen ist in den Rules noch undokumentiert. Bis 2007 sollte es diesbezüglich zu einer Klarstellung kommen.

 

1th-Bikerides-Trophy  2005

1th-Bikerides-Trophy 2005InfosFotosErgebnisseMänner Einzelwertung1. Benni Purner [Vertrider auf Proceed]2. Georgy Grogger [Vertrider auf Cannondale]3. Picco [Vertrider auf Proceed]Teamwertung1. Claudia Hammerle und Willi Hofer[Vertriders auf Scott Octane 20 und 10]Samstag 03.09.2005 | Kundl – Innsbruck

Im Zug von Innsbruck nach Kundl | Foto: Willi Hofer

Rennverlauf – Am Start in Kundl um 08:15 Uhr sind 16 Rider. Darunter stark vertreten die Vertrider, allen voran der Vereinschef Christoph Malin gefolgt von Picco, Christoph Pfeifer, Paul Mair, Claudia Hammerle, Willi Hofer, Harald Philipp (D),  Marco Avi, Mathias Rössler, Flo Egger, Fabian Gleitsmann, Manfred Flür, Thomas Scheidl, Nathan Kappl (USA), Gordon Nogalla, Dominik Hammerer, Andy Bailey, Christoph Ladenauf, Martin Schlesinger (D), Armin Motzan (D), Richard Hastik. Fünf Minuten verspätet, (Christoph Malin hat den Zug versäumt), starten Benni Purner, Georgy Grogger, Christoph Malin und Harald Philipp. Das Lampenfieber am Start ersparen sich Mathias Rößler und Flo Egger. Sie warten in Auffach auf das Eintreffen der Teilnehmer. Somit sind 23 Freerider auf der Strecke. Die Biker der Internetplattform GAMS sind ebenfalls Vertrider, sie schicken Roland Noichl und Heinz Pachler ins Rennen. Nicht teilnehmen können: Wolfi Bader, seinem Auto geht bei der Anreise die Luft aus, Helli Plunser scheidet beruflich aus, wünscht aber dem Sieger Ruhm und Ehre wer immer es auch sein mag, Franz Kreiner ist urlaubsreif, Walter Baumann hat sich zu oft angemeldet und  Siggy ist auf Tauchurlaub am roten Meer. Nächstes Jahr sind sie aber alle sicher dabei. Und nicht vergessen, das Training für einen Marathon beginnt ein Jahr davor.

 Den vorprogrammierten Stau bei der Schatzbergbahn, kann auch der um 15 Minuten verschobene Start, von 08:00 auf 08:15 Uhr, nicht verhindern. Durch das Einladen der ersten Bikes, entsteht für die letzten Biker in der Warteschlange eine Zeitverzögerung von bis zu 30 Minuten. Hier wird es für nächstes Jahr Änderungen geben müssen! Entweder wird auf der Anfahrt zur Schatzbergbahn eine Bergstrecke mit anschließender Abfahrt eingebaut, oder noch später gestartet. In einer der ersten Kabinen sind Benni Purner und  Georgy Grogger zu sehen, die bestens vorbereitet ihre Tickets für die Schatzbergbahn und Wiedersbergerhornbahn schon am Tag zuvor gekauft hatten, dafür aber den Start versäumen. Dennoch können Sie das Hauptfeld einholen undsind die ersten in Auaffach. Das Schlusslicht bildet Christoph Ladenauf. Er fährt wahrscheinlich das schwerste Bike im Feld hat aber die leichteste Short an.

 Die Abfahrt vom Schatzberg ist auch ohne Regen nass genug und tough enought, vor allem für all jene Rider die mit Leichtlaufrädern und high pressure inside unterwegs sind. Hier holen viele Biker mit DH-Bereifung, den Zeitverlust der in der Warteschlange bei der Schatzbergbahn verursacht wurde, wieder auf. Christoph Pfeifer und Thomas Scheidl erreichen mit Claudia Hammerle, Marco Avi und mir fast zeitgleich das Wiedersbergerhorn. Auf dem Weg ins Zillertal sind zu diesem Zeitpunkt  Benni Purner, Georgy Grogger, Picco, Mathias Rößler, Flo Egger, Harald Philipp und Paul Mair.

 Die gelernten Bergführer Picco und Paul Mair versteigen sich auf dem Weg zum Gipfel und müssen 200 Hm entlang der Direttissima die Stempelstelle am Wiedersbergerhorn erreichen. Wahrscheinlich der Grund dafür, dass ihnen die Zillertalbahn um  11:17 Uhr vor der Nase davon fährt. Die nostalgische Fahrt mit der dampfbetriebenen Schmalspurbimmelbahn, mit volkstümlicher Musikbegleitung und Schnappsbar, genießen nur Benni Purner und Georgy Grogger. Es sei erwähnt, dass diese Bahn nur zehn Minuten früher in Mayrhofen ankommt als jene Bahn, die eine halbe Stunde später in Fügen losfährt. Nächstes Jahr wird anhand des Bahntickets (nur Zillertalbahn) die Uhrzeit beim Kauf berücksichtigt und als Zeitgutschrift verrechnet.

Mathias Rössler und Flo Egger verfahren sich knapp unterhalb vom Wiedersbergerhorn und müssen bei der Einfahrt in den Bahnhof Fügen zusehen, wie ihnen die Zillertalbahn um 11:44 Uhr vor der Nase davonfährt. All jene Biker die diesen Zug versäumen kommen nicht mehr rechtzeitig auf die Seegrube. In der Bahn um 11:44 Uhr sitzen  Claudia Hammerle, Willi Hofer, Picco, Paul Mair, Marco Avi, Thomas Scheidl, Manfred Flür, Nathan Kappl, Fabian Gleitsmann, Harald Philipp, Christoph Pfeifer – sie haben noch eine realistische Chance, die letzte Bahn zur Seegrube zu erreichen. Diese Gruppe hat in Mayrhofen nur zehn Minuten Rückstand auf die Ausreißer Benni Purner und Gerogy Grogger.

 Bergauf zum Penkenjochhaus löst sich Picco von Paul Mair, Manfred Flür, Harald Philipp und ist zu diesem Zeitpunkt an dritter Stelle. Gefolgt von Marco Avi, Claudia Hammerle und Willi Hofer die zeitgleich die Stempelstelle Penkenalm mit Nathan Kappl, Christoph Pfeifer und Thomas Scheidl erreichen.

 Ab dem Penkenjochhaus beginnt die furiose Aufholjagd von Christoph Pfeifer die seinesgleichen sucht. Vermutlich ist der Teufel hinter ihm her auf der Abfahrt nach Vorderlanersbach – er löst sich von Claudia Hammerle, Willi Hofer, Nathan Kappl, Thomas Scheidl und Marco Avi. Von Vorderlanersbach nach Hintertux können ihm auch Manfred Flür, Harald Philipp und Paul Mair nicht mehr folgen.

 An der Spitze hat sich bis zum Tuxerjoch noch nichts verändert. Benni Purner hätte wahrscheinlich eine Vertriderfahne am Tuxerjoch gehisst wenn er eine dabei gehabt hätte, stattdessen gravierte er Motivation in den Schotter und schrieb unübersehbar Verties. Die Vertrider dominieren dieses Rennen und fahren voller Stolz über diesen Schriftzug. Vereinschef Christoph Malin hatte schon die richtige Nase als er noch rechtzeitig Benni Purner und Christoph Pfeifer in seine Vertridersammlung aufnahm die am Ende Platz eins und vier belegen.

 Zeitgleich erreichen Christoph Pfeifer und Manfred Flür die Kassa der Gletscherbahn in Hintertux, vor der eine Bustouristengruppe steht die versucht irgendwelche Spezialkonditionen auszuhandeln. Anschließend folgte ein offener Schlagabtausch von der Sommerbergalm über das Tuxer Joch bis nach St. Jodok. Dort entschließen sie, gemeinsam abwechselnd im Windschatten nach Innsbruck zu fahren. Nachdem aber Manfred Flür keine Führungsarbeit mehr leistet, zieht Christoph Pfeifer davon und sichert sich damit den vierten Platz. Christoph Pfeifer ist nicht umsonst bester Newcomer 2004.

 Marco Avi war auf der Etappe Lanersbach – Hintertux sichtlich erschöpft und kann das Tempo von Claudia Hammerle, Thomas Scheidl und Willi Hofer nicht mehr halten. Er lässt sich zurückfallen und fährt mit Christoph Malin weiter. Paul Mair verletzt sich am Knie nach einem Sturz bei den künstlich angelegten Holzstufen auf der der Abfahrt vom Tuxerjoch – kann aber mit Harald Philipp weiterfahren – sie belegen die Plätze 6 und 7.

 Die Verfolger Claudia Hammerle, Thomas Scheidl und Willi Hofer, kommen um 15:10 Uhr am Tuxerjoch an. Nathan Kappl ist ebenfalls zeitgleich am Tuxerjoch muss aber auf seinen Teamkollegen Fabian Gleitsmann warten. Alle Teilnehmer die um diese Uhrzeit und später das Tuxerjoch erreichen, müssen mit Regen, Hagel und Gewitter zurechtkommen. Für die Rider Claudia Hammerle, Thomas Scheidl, Willi Hofer, Nathan Kappl und Fabian Gleitsmann bleibt es weiterhin spannend bis nach Innsbruck – ob es ihnen gelingt, die letzte Bahn um 17:25 Uhr (letzte Nordkettenbahn 17:40 Uhr ) zur Seegrube zu erreichen? Den Platz acht sichert sich Thomas Scheidl und Platz neun, außer Konkurrenz, das Team Claudia Hammerle und Willi Hofer – sie erreichen um 17:15 Uhr, noch rechtzeitig die letzte Bahn zur Seegrube.

 Dramatisch endete die Zieleinfahrt von Nathan Kappl und Fabian Gleitsmann, die, die letzte Bahn zur Seegrube aus der Station hinausfahren sehen.  Bei der Siegerehrung auf der Seegrube sind neun von 23 Rider angekommen: Benni Purner, Georgy Grogger, Picco, Christoph Pfeifer, Manfred Flür, Paul Mair, Harald Philipp, Thomas Scheidl und das Team Claudia Hammerle und Willi Hofer. Zu diesem Zeitpunkt erreichen die letzten St. Jodok und fahren aufgrund des Schlechtwetters mit der Bahn nach Innsbruck.

 Den Nordkette Single-Trail absolvieren nur noch Picco und Willi Hofer. Der Rest fährt auf dem Forstweg bergab zur Hungerburg, der Grund dafür ist Ermüdung, falsche Bereifung und das aufziehende Gewitter. Das Bier in Piccos Garage bleibt uns leider verschlossen – Picco hat den Schlüssel vergessen – deshalb fahren wird zum Nachwatten und Anstoßen ins Gasthaus Löwenhaus, das die Letzten um 11:30 Uhr verlassen. Danke an die Tourleitung Brigitte Hofer, an die Preisverleiherin Doris Wegscheider und natürlich an alle Teilnehmer die sich überaus vorbildlich und fair, vor, während und nach dem Rennen verhalten haben.

 

 

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